Das Mobilitätsentwicklungskonzept muss unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen. © Michael Klein
Meinung

Stadtverkehr von morgen benötigt auch in Dorsten neue Konzepte

Andere Städte beschäftigen sich schon länger mit dem Thema, nun soll auch in Dorsten ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden. Es muss unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen. Ein Kommentar.

Die Arbeitswelt und unser Freizeitverhalten brauchen Mobilität – und das Klima braucht Schutz. Ist das miteinander vereinbar? Spannende Frage. Und noch spannender ist es zu sehen, inwieweit Mobilitätskonzepte, wie sie derzeit landauf, landab in immer mehr Kommunen und bald auch in Dorsten auf den Weg gebracht werden, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen können.

Denn das Thema „Verkehr“ ist komplex. Nur ein Beispiel: Wer Komfort und Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger verbessern will, kommt automatisch in Konflikt mit den Fahr- und Parkbedürfnissen des Autoverkehrs. Die im Vorfeld des Dorstener „Mobilitätsentwicklungsplans“ geplanten Beteiligungsformate für die Öffentlichkeit werden sicher weitere solcher Probleme aufzeigen. Von fehlendem Geld für einen besseren ÖPNV ganz zu schweigen.

Autoverkehr muss Abstriche machen

Klar ist: Um den auch vom Rat der Stadt propagierten Klimaschutzgedanken stärker zu fördern, muss auch in Dorsten der Autoverkehr Abstriche machen. Denn die Zeiten, als kommunale „Generalverkehrspläne“ allein Maßnahmen in den Blick nahmen, dem stetig zunehmenden motorisierten Individualverkehr freie Bahn zu geben, sind angesichts des Klimawandels und veränderter Mobilitätsansprüche der Bürger vorbei. Carsharing, bessere Radwege, Ausbau von E-Ladesäulen, digitale, barrierefreie und vor allem gut vernetzte Nahmobilität – das sollte auch in Dorsten der Stadtverkehr von morgen sein.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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