Welche Stadtteile und Altersgruppen in Dorsten derzeit besonders von Corona-Infektionen betroffen sind, verrät eine aktuelle Statistik. © Grafik Martin Klose
Coronavirus

Stadtteile und Altersgruppen: Dorstens Corona-Zahlen im Detail

Die Corona-Inzidenz in Dorsten ist niedriger als in anderen Kreisstädten. Doch auch hier steigen die Infektionszahlen deutlich. Eine Statistik zeigt, wer wo besonders betroffen ist.

Seit Dienstag (22. November) ist der Corona-Inzidenzwert in Dorsten wieder im dreistelligen Bereich. Doch er ist noch immer niedriger als in den anderen neun Kreisstädten – und das seit dem 8. November.

136 aktuelle Corona-Erkrankungen waren dem Kreisgesundheitsamt Recklinghausen am Mittwoch (24. November) in Dorsten bekannt. Die Stadtverwaltung hat sich auf Anfrage dieser Zeitung zum wiederholten Male die Mühe gemacht, die zuletzt deutlich gestiegenen Zahlen an einem Beispieltag im Detail zu erläutern.

Die Statistik zeigt: Es gab am Mittwoch keinen Stadtteil in Dorsten, der „Corona-frei“ war: Aus drei Stadtteilen allerdings war zu diesem Zeitpunkt nur eine Corona-Infektion bekannt. Welche das waren, mag die Stadtverwaltung mit Blick auf den Datenschutz nicht mitteilen. Bei der letzten Erhebung Anfang September waren lediglich aus Altendorf-Ulfkotte keine Infektion bekannt.

Nicht ganz so entspannt ist die aktuelle Situation in anderen Stadtteilen – und da wird es dann auch konkreter: Die meisten Infektionen (jeweils 27) sind aus Holsterhausen und der Feldmark gemeldet worden. Allerdings: Holsterhausen (13.720 Einwohner) ist Dorstens größter Stadtteil, die Feldmark (8.034) rangiert auf Platz vier. Somit hat die Feldmark auch deutlich die meisten Fälle pro 1.000 Einwohner zurzeit, nämlich 3,4.

Zwei Erkrankte pro 1.000 Einwohner in Rhade und auf der Hardt

In der Gesamtzahl hatte Hervest (12.951 Einwohner) am Mittwoch die zweitmeisten Corona-Fälle in Dorsten (24), bezogen auf Fälle pro 1.000 Einwohner liegen indes zwei andere Stadtteile mittlerer Größe auf Platz zwei: Die Hardt (7.569 Einwohner) verzeichnet einen Quotienten von 2,0 – 15 Erkrankungen sind dort bekannt. In Rhade (5.513 Einwohner) sind es elf.

Mit Blick auf die „Booster“-Impfungen, die bis vor Kurzem vor allem der älteren Generation empfohlen worden war, lässt sich sagen: Von den 136 Erkrankten gehörten – Stand Mittwochvormittag – lediglich 14 der Generation 60+ an. Die meisten Corona-Infektionen gibt es in Dorsten derzeit vor allem in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahren (95). Das war auch Anfang September so, allerdings bei Weitem nicht so deutlich.

In der jüngsten Generation (0 bis 17 Jahre) sind am Mittwoch 27 Erkrankungen bekannt gewesen. Mehr als die Hälfte (17) der erkrankten Mädchen und Jungen leben in Hervest, Holsterhausen und der Feldmark. Zum Vergleich: Anfang September waren in dieser Generationen insgesamt exakt doppelt so viele Corona-Infektionen (54) gemeldet worden.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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