Stadtrat wählt erstmals eine Stellvertreterin von Dorstens Bürgermeister

dzErste Beigeordnete

Zum ersten Mal hat Dorsten eine allgemeine Stellvertreterin des Bürgermeisters. Die Entscheidung für Nina Laubenthal fiel im Stadtrat in geheimer Abstimmung.

Dorsten

, 20.03.2019 / Lesedauer: 2 min

Mit den Stimmen von CDU und FDP und einer rechnerischen Stimme der Opposition wählte der Stadtrat am Mittwochnachmittag Nina Laubenthal zur Ersten Beigeordneten der Stadt Dorsten für die kommenden acht Jahre. Die 44-Jährige war vor vier Wochen zur neuen Beigeordneten ab 1. April gewählt worden und erhielt diesmal 25 Stimmen.

SPD, Grüne, UBP und Linke-Vertreter Wilhelm Zachraj hatten sich schon in der letzten Woche für den Technischen Beigeordneten Holger Lohse ausgesprochen. Er bekam bei der vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Fragemann beantragten geheimen Abstimmung 19 Stimmen.

Der Bürgermeister plädierte für Laubenthal

Bürgermeister Tobias Stockhoff hatte sich vor der Abstimmung für Nina Laubenthal ausgesprochen. „Wir haben zwei exzellente Beigeordnete mit hoher fachlicher Qualifikation“, sagte er, „aber angesichts der zunehmenden Komplexität des Rechts bin ich der Überzeugung, dass der Bürgermeister-Stellvertreter eine juristische Qualifikation haben sollte.“

Laubenthal ist seit September 2018 CDU-Mitglied

Nina Laubenthal ist seit September 2018 Mitglied der CDU in ihrem Wohnort Kirchhellen. „Vor dem Hintergrund des Erstarkens von extremistischen Parteien ist für mich die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei grundsätzlich ein Ausdruck von Haltung, ein Bekenntnis zu unserem Staat und zu unserer Verfassung und natürlich auch ein Statement gegen rechten wie linken Populismus und Extremismus“, sagte sie auf Anfrage. Sie beabsichtige allerdings nicht, sich aktiv in die Partei- oder Fraktionsarbeit in ihrem Wohnort einzubringen. „Aus diesem Grund bin ich mir sicher, dass auch in Zukunft die Zusammenarbeit mit allen Ratsfraktionen vertrauensvoll sein wird.“

Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Technischen Beigeordneten. Laubenthal und Lohse hatten bereits vor der Abstimmung betont, dass das Ergebnis, wie auch immer es ausfallen werde, „die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit untereinander, im Verwaltungsvorstand und mit den Ratsfraktionen nicht beeinträchtigen wird“.

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