Stadtradeln: Dorstener können wieder in die Pedalen treten

Aktion Stadtradeln

Dorstener können im September wieder in die Pedale treten. Wegen der Coronakrise wurde der Zeitraum der beliebten 21-tägigen Kampagne „Stadtradeln“ jedoch verschoben.

Dorsten

, 31.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorstener können im September beim Stadtradeln wieder kräftig in die Pedalen treten.

Dorstener können im September beim Stadtradeln wieder kräftig in die Pedalen treten. © Archiv

Die Aktion Stadtradeln ist wegen der Coronakrise in diesem Jahr noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Deshalb haben die Veranstalter den Aktionszeitraum bis mindestens Ende Oktober verlängert. Auch die Stadt Dorsten wird dem Aufruf folgen und im Zuge der Metropolegruppe Ruhr als eine von 14 weiteren Kommunen vom 5. bis zum 25. September am Stadtradeln teilnehmen.

Entfernungen spielen keine Rolle

Alle Dorstener sind aufgerufen, in diesen 21 Tagen ordentlich in die Pedalen zu treten. Sowohl Kommunalpolitiker, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, aber auch Vereine, Schulen sowie in Dorsten wohnhafte und tätige Bürger sind herzlich eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Entfernungen spielen keine Rolle - der Weg zur Arbeitsstelle, der Weg zur Schule, zum täglichen Einkauf oder zum Besuch von Bekannten und Freunden in die umliegende Region zählt. Ob die Strecke innerhalb oder außerhalb von Dorsten geradelt wird, ist zweitrangig.

Nach der Registrierung auf www.stadtradeln.de können die Strecken einfach per Stadtradeln-App erfasst oder nachträglich auf der Internetseite im Online-Radelkalender eingetragen werden.

Dorsten hat sich gegen die Möglichkeit entschieden, die „RADar App“ zu benutzen. Damit bieten die Veranstalter den Teilnehmern für den Aktionszeitraum ein kostenloses digitales Werkzeug an, um Gefahrenstellen an Radwegen zu melden. Der Radler kann direkt via App die Koordinaten des Schlaglochs, endenden Radwegs etc. eingeben und sie so der Stadtverwaltung mitteilen.

„Es gibt zahlreiche bewährte und erprobte Instrumente“

Auf Anfrage der Redaktion erklärte die Stadt, dass sie sich gegen die Variante entschieden habe, da es „zahlreiche bewährte und erprobte Instrumente“ gebe. So können Meldungen seit Oktober 2015 über die Bürger-App an die Stadt gerichtet werden. Rund 2700 Hinweise haben die Stadt seit Einführung erreicht.

Für die Stadt wäre ein weiterer Meldekanal nicht hilfreich.

Pressesprecher Christoph Winkel erklärt das so: „Solche Kanäle müssen bei Nutzung aber individuell gepflegt und berücksichtigt werden. Je mehr Kanäle für Hinweise geöffnet werden, umso schwieriger und aufwändiger wird es, die eingehenden Meldungen nachzuhalten und abzuarbeiten. Ein Vergleich hilft vielleicht, das nachzuvollziehen: Stellen Sie sich vor, Sie hätten statt einesprivaten E-Mail-Postfachs gleich zehn – alle bei verschiedenen Anbietern und alle nur für Eingänge zu bestimmten Themen.“

Kampagne findet seit 2017 statt

Die jährlich stattfindende und seit 2017 internationale Kampagne Stadtradeln gilt als weltweit größte ihrer Art. 2008 wurde diese durch das Klima-Bündnis ins Leben gerufen, einem im Jahr 1990 gegründeten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, das sich verpflichtet hat das Weltklima zu schützen. Dies soll neben der Steigerung der Energieeffizienz, der Nutzung regenerativer Energien eben auch zu einem hohen Maße durch nachhaltige Mobilität erreicht werden.

Das Stadtradeln soll die Vorzüge des Fahrradfahrens im Alltag hervorheben und wirbt allgemein für eine stärkere Integration des Rades im Alltag, für den Klimaschutz in Städten durch eine nachhaltige Mobilität und eine damit einhergehende gesteigerte Lebensqualität.

Vorzüge des Fahrrads in einer spielerischen Wettbewerbssituation

„Beim Stadtradeln können die Menschen die vielen Vorzüge des Fahrrads in einer spielerischen Wettbewerbssituation selbst erfahren“, sagt André Muno vom Klima-Bündnis. Sebastian Cornelius, Klimaschutzmanager der Stadt Dorsten, ergänzt: „Das Fahrrad stellt eine günstige und effiziente Art der Fortbewegung dar, die wir den Bürgern näherbringen möchten. Man verbindet neben dem Ziel des Klima- und Umweltschutzes auch Gesundheitsvorsorge, Alltagssport und eine praktische Transportmöglichkeit miteinander. Dank moderner E-Bikes sind dabei auch längere Touren ohne größere körperliche Anstrengung möglich.“

  • Die Anmeldung der Teams ist ab sofort möglich. Dazu müssen sich Interessierte entweder neu registrieren oder den Account des letzten Jahres reaktivieren. Aufgezeichnet werden die Kilometer erst ab dem 5. September 2020.
  • Alle weiteren Informationen zur Aktion und der Teilnahme erhalten Bürger über das Portal www.stadtradeln.de oder bei Klimaschutzmanager Sebastian Cornelius unter Tel. (02362) 66 4902.
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