Agnieszka Schiebener vom Tiefbauamt der Stadt, Dirk Hoping der Firma Krogmann und Künstler Geert van de Camp begutachteten gemeinsam den Baufortschritt. © Lydia Heuser
Wir machen Mitte

Stadtkrone zwischen Lippe und Kanal nimmt Gestalt an

Schritt zwei der Aufbauarbeiten ist bald abgeschlossen. Nachdem der Sockel gegossen wurde, wird nun die Holzkonstruktion für die Stadtkronenskulptur aufgebaut. Geert van de Camp war dabei.

Für Geert van de Camp ist es das erste Mal, dass er seine Skulptur sieht. Er ist beeindruckt: „Wow“, meint der niederländische Künstler, der extra einen Corona-Test hat machen lassen, um die Fortschritte seiner Stadtkrone vor Ort begutachten zu können.

Orange lasiertes Lärchenholz macht die Krone von weitem sichtbar

Zwei Jahre hat es vom Wettbewerb bis zum Kunstwerk gedauert – eine lange Zeit. Abgeschlossen sind die Aufbauarbeiten aber noch nicht. Nachdem der Sockel aus Beton ausgehärtet war, wurden am Montag (26.10.) die Holzteile angeliefert.

Die Firma Krogmann aus Lohne hat das Lärchenholz entsprechend den Vorgaben des Künstlerkollektivs „Observatorium“ bearbeitet und lasiert. Das leuchtende Orange sieht man schon von weitem zwischen den fast blattlosen Bäumen hervorblitzen.

Was fehlt? Licht und eine neue Pflasterung

Sobald die Skulptur steht, werden Lichtleisten der Stadtkrone zusätzlichen Glanz verleihen. Die Idee ist, in den oberen Zirkeln der Skulptur eine Lichtleiste zu installieren. Das „ruhige, vielleicht blaue Licht“ soll nach unten scheinen, erklärt van de Camp. „Es soll nicht zu hell sein, damit die Natur nicht gestört wird.“

„Wir überlegen auch, eine Zeitschaltuhr einzusetzen, damit das Licht nicht die ganze Nacht hindurch leuchtet“, ergänzt Projektleiterin Agnieszka Schiebener vom Tiefbauamt.

Platz für die Elektronik ist auch vorhanden.
Platz für die Elektronik ist auch vorhanden. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Die Vorkehrung für die Lichtinstallation sind bereits getroffen, die Stromleitungen geschickt versteckt. „Vielleicht könnte man den Stromkasten in einer der Bänke verschwinden lassen“, schlägt Künstler Geert van de Camp der Projektleiterin und Bauleiter Dirk Hoping vor.

Die Details zum Lichtkonzept müssen die Beteiligten noch klären. „Die Farbe des Lichts ist noch nicht zu Ende gedacht“, meint Agnieszka Schiebener.

Noch ist sie nicht fertig, die Stadtkrone.
Noch ist sie nicht fertig, die Stadtkrone. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Anders sieht es mit dem Plateau insgesamt aus. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen im Bürgerpark Maria Lindenhof soll neben der Stadtkrone gleich auch die Pflasterung erneuert werden. Das ist auch nötig, weil das Bodenniveau zwischen Stadtkrone und Plateau noch angepasst werden muss. Aktuell schaut der Betonsockel noch aus dem Boden heraus, das soll sich aber noch ändern: Der Sockel soll quasi im Boden verschwinden und die Holzkonstruktion aus dem Boden „erwachsen“.

In die neue Pflasterung sollen außerdem die Intarsien für die Regenrinnen eingelassen werden. Das Regenwasser soll durch die Mitte des Daches auf einen Stein fallen und sich dann entlang zweier Rinnsale, die Lippe und Kanal symbolisieren, fließen.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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