„Stadtkrone“ mit großem Vorsprung zum Dorstener „Wort des Jahres“ gewählt

Leser-Abstimmung

Die „Stadtkrone“ lag am Ende bei unserer Leser-Abstimmung weit vorn. Eine Frau freut sich darüber ganz besonders. Denn sie hatte schon einmal ein „Dorstener Wort des Jahres“ geprägt.

Dorsten

04.01.2019, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aktionen wie der „Sternlauf der Stadtteile“ sorgten dafür, dass die Dorstener im vergangenen Jahr die „Stadtkrone“ auf Maria Lindenhof mit Leben füllten.

Aktionen wie der „Sternlauf der Stadtteile“ sorgten dafür, dass die Dorstener im vergangenen Jahr die „Stadtkrone“ auf Maria Lindenhof mit Leben füllten. © Guido Bludau

Kurze Zeit lag die Palmenwahl vorne. Doch dann wurden die Freunde des wieder wachgeküssten Bürgerparks Maria Lindenhof in den sozialen Online-Netzwerken schwer aktiv. Bei unserer Wahl zum „Wort des Jahres 2018“ machte der Begriff „Stadtkrone“ schließlich mit großem Vorsprung das Rennen. Fast die Hälfte der an unserer Internet-Umfrage teilnehmenden Leser votierten für diesen Begriff.

Freude und Dankbarkeit

„Wunderbar“, war die erste Reaktion von Marion Taube, „das erfüllt mich mit Freunde und Dankbarkeit“. Sie ist die Kuratorin und Ideengeberin des „Stadtkrone“-Projektes, mithilfe von ausgezeichneten Künstlern und vielen schöpferischen Geistern hat sie im Vorjahr den 2019 geplanten Umbau des von ihr als „Stadtkrone“ titulierten Bürgerparks Maria Lindenhof mit viel Herzblut und Fachverstand vorbereitet.

„So ein Wort ist ja mehr als seine Buchstaben, Worte sind für mich Räume, die ich mir ausdenke, damit sie dann symbolisch für etwas stehen“, betont die kreative „Wiederholungstäterin“ Marion Taube. Sie hatte auch den Begriff „Poldern“ und damit unseren Abstimmungssieger von 2015 erfunden. Damit wurde damals das bezeichnet, was sich an Kultur und Gemeinschaft im von ihr konzipierten „Lippe-Polder-Park“ tat.

Metapher für einen Bürgerprozess

Der Begriff „Stadtkrone“ geht zurück auf eine 100 Jahre alte Gesellschaftsutopie des bekannten Architekten Bruno Taut. „Er war für mich von Beginn an meine Metapher für einen bewegten Bürgerprozess, und den krönt er nun tatsächlich“, sagt Marion Taube: „Die Bürger haben sich die Idee von ihrem neuen Park selbst zum Geschenk gemacht.“

„Palmenwahl“ belegte zweiten Platz

701 Teilnehmer hatten bei unserer Internet-Umfrage ihre Stimmen abgegeben. Insgesamt sechs Vorschläge staden zur Wahl. Die „Stadtkrone“ vereinte 49 Prozent der Stimmen. 25 Prozent votierten für die „Palmenwahl“. Damit wurde im April ein Bürgerentscheid bezeichnet, in dem die Barkenberger das Grünkonzept im Stadtteil veränderten. Damit gaben sie grünes Licht für den Verbleib der von Anwohner Andreas Türpe teilweise auf städtischem Grund und Boden gepflanzten Palmen. „Wolfsgebiet“ (12 Prozent), „Autobahnbaustelle“ (10 Prozent), „Neue Schule“ (3 Prozent) und „Wasserschlösschen“ (1 Prozent) folgten bei der Wahl zum Dorstener Wort des Jahres auf den Plätzen.

So ist die Abstimmung ausgegangen.

Aktionen wie der „Sternlauf der Stadtteile“ sorgten dafür, dass die Dorstener im vergangenen Jahr die „Stadtkrone“ auf Maria Lindenhof mit Leben füllten.

„Stadtkrone“ ist der achte Gewinner

Die Stadtkrone, die im Jahr 2018 die Schlagzeilen unserer Zeitung prägte, ist damit würdiger Nachfolger der Sieger von 2011 („Dorstalgie“), 2012 („Radiotag“), 2013 („Freibad“), 2014 („Baustellenchaos“), 2015 („Poldern“), 2016 („Stadtstrand“) und 2017 („Dreifach-Jubiläum“).

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