Jahrelange Leerstände: Eigentümer wollen neues Leben im Handwerkshof

dzStadterneuerung Barkenberg

Eigentümer im Handwerkshof an der Dimker Allee wollen den Leerstand in ihren Ladenlokalen beseitigen. Und schlagen eine neue Nutzung vor. Die Stadtverwaltung ist nicht abgeneigt.

Wulfen-Barkenberg

, 05.05.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weite Teile der Immobilie Handwerkshof an der Dimker Allee stehen leer. Das macht den Eigentümern zu schaffen. Sie suchen nach Alternativen, um das einst florierende erste Geschäftszentrum des Ortsteils wieder in Schwung zu bringen. Auf Neuansiedlungen von Gewerbe laufen die Vorschläge aber nicht mehr hinaus.

Jetzt lesen

Wohnen statt arbeiten: Das könnte das künftige Motto sein, unter dem die Wiederbelebung des Handwerkshofes stehen könnte. Laut Wulfen-Enzyklopädie Wulfen-Wiki war der Handwerkshof 1968 in der Bevölkerung eine gefragte Adresse.

1968 als Geschäftszentrum in der Neuen Stadt eröffnet

„Der am 30.5.1968 eröffnete Handwerkshof (oder Handwerkerhof) des Architekten Semler aus München war die erste Infrastruktur-Einrichtung der Neuen Stadt Wulfen. Hier hatte die Entwicklungsgesellschaft Wulfen für Besucher ein Informationszentrum und ein Lebensmittelgeschäft. Nach dem Umzug in die Ladenzeile 1971 bezog zuerst Stanley Cutts und dann Elektro Bügers das Ladenlokal. Den Laubfrosch gab es von Anfang an. Laumann/Puchalski ebenfalls. Eisen Büschemann war jahrelang vertreten“, heißt es in dem Online-Lexikon. Doch diese Zeiten sind Geschichte. Einzig der Lebensmittelmarkt Puchalski konnte seine Stellung über Jahrzehnte behaupten und hat sogar im ehemaligen Ladenlokal von Bügers eine Dependance für Elektrozubehör eröffnet.

Eigentümer wandten sich an die Verwaltung

Wie die Verwaltung jetzt in einer Vorlage für den Umwelt- und Planungsausschuss schreibt, hätten sich mehrere Eigentümer an die Verwaltung gewandt, um Möglichkeiten für ein erweitertes Nutzungsspektrum auszuloten. Die Baunutzungsverordnung schließt Wohnen nämlich ausdrücklich aus.

Die Eigentümer haben der Verwaltung indes klar gemacht, dass trotz Bemühungen keine gewerblichen Interessenten für die leerstehenden Ladenlokale gefunden werden konnten. „Dies betrifft insbesondere den östlichen, nicht zum Vorplatz und zur Dimker Allee mit der Ladenzeile orientierten Abschnitt“, heißt es in der Vorlage.

Wohnen statt arbeiten ist durchaus denkbar

Wohnen statt arbeiten hält die Stadt vor diesem Hintergrund für denkbar. Denn fraglos habe sich die Situation gegenüber früher gewandelt und der Flächenbedarf für Handel und Dienstleistungen sei in Barkenberg zurückgegangen.

Die Stadt weiß, dass die dauerhaften Leerstände dem Stadterneuerungsprozess in Barkenberg schaden. Sie kommt deshalb zu dem Schluss: „Aus heutiger Sicht bestehen keine Bedenken, die Wohnnutzung zu ermöglichen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt