Stadt verschickt etwa 29.500 Bescheide über Grundbesitzabgaben - Was tun bei Fehlern?

Bescheide

Etwa 29.500 Jahresbescheide zu Grundbesitzabgaben schickt die Stadt jetzt an die Dorstener. Dabei warnt man schon jetzt vor Wartezeiten und macht auf eine Software-Umstellung aufmerksam.

Dorsten

31.01.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stadt Dorsten verschickt ab sofort die Bescheide für die Grundbesitzabgaben.

Die Stadt Dorsten verschickt ab sofort die Bescheide für die Grundbesitzabgaben. © Robert Wojtasik (Archiv)

Die Bescheide sehen etwas anders aus als in den Vorjahren, weil seit dem 1. Januar 2020 eine neue Finanzsoftware eingesetzt wird. Erläuterungen zu den wesentlichen Änderungen sind in den nächsten Tagen im Internet zu finden auf der Startseite der Stadt Dorsten („Aktuelles“) sowie dauerhaft unter „Verwaltung und Service – Virtuelles Rathaus“ unter dem Stichwort Grundbesitzabgabenbescheid.

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Die Umstellung der Software und die Übernahme und Anpassung der Daten aus dem bisherigen Finanzsystem hat einige Wochen in Anspruch genommen, in denen Anträge und Änderungen nur eingeschränkt bearbeitet werden konnten. Aus diesem Grunde sind nur Daten berücksichtigt worden, die bis zum 20. Dezember 2019 bearbeitet wurden. Über später bearbeitete Änderungen wird es in Kürze eine Nachricht oder einen Änderungsbescheid geben. Sofern es bis zum 15. Februar 2020 keine Mitteilung gegeben hat, sollten sich die betroffenen Bürger in der Steuerabteilung im Rathaus melden.

Widerspruch innerhalb eines Monats erheben

Wer Einwendungen gegen den Bescheid machen möchte, kann Widerspruch erheben. Die Frist hierfür beträgt einen Monat. Einzelheiten ergeben sich aus der Rechtsbehelfsbelehrung der Bescheide. In vielen Fällen können Unstimmigkeiten allerdings ohne förmlichen Widerspruch und unbürokratisch behoben werden. „Wer das Gefühl hat, dass Daten durch Missverständnis, Rechenfehler, Zahlendreher oder aufgrund einer anderen offenbaren Unrichtigkeit falsch sind, sollte Kontakt mit der Steuerabteilung aufnehmen“, rät die Stadtverwaltung.

Keine telefonischen Rückfragen in den ersten Tagen

Direkt nach dem Versand der Bescheide kommt es erfahrungsgemäß zu zahlreichen Anfragen, sodass die Steuerabteilung telefonisch nur schwer erreichbar sein wird. Die Stadtverwaltung bittet daher darum, in den ersten Tagen von telefonischen Rückfragen abzusehen und für Anfragen E-Mail (kommunale-finanzen@dorsten.de) oder Fax (02362) 66 57 22 zu nutzen. Es sollten nach Möglichkeit auch persönliche Vorsprachen vermieden werden, weil unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen.

SEPA-Lastschriftmandat ist sinnvoll

Die Mitarbeiter sind bemüht, Anfragen möglichst rasch zu beantworten. Die Antwort kann dennoch einige Tage dauern. Hierfür bittet die Verwaltung um Verständnis. Zur Zahlung der Abgaben sollte der Stadtkasse ein SEPA-Lastschriftmandat gegeben werden. Dann werden fällige Beträge fristgerecht eingezogen. Denn bei verspäteten Zahlungen entstehen Mahn- und Vollstreckungsgebühren sowie Säumniszuschläge (1 Prozent pro Monat) nach den gesetzlichen Bestimmungen. Wer bereits ein Lastschriftmandat erteilt hat, findet dazu die Angaben auf dem Abgabenbescheid.

Jetzt lesen

Auf www.dorsten.de finden interessierte Bürger Informationen zu den einzelnen Abgaben. Eine Übersicht in Kürze:

  • Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B bleiben gegenüber 2019 unverändert.
  • Die Müllgebühren für die Restmüllabfuhr mussten aufgrund gestiegener Kosten angehoben werden. Der Anstieg gegenüber 2019 beträgt 11,54 Prozent. Im Durchschnitt ist die Müllabfuhr ab 2016 um jährlich 3,2 Prozent angestiegen.
  • Die Abwassergebühr für Schmutzwasser ist unverändert bei 2,22 Euro je Kubikmeter Abwasser geblieben. Die Gebühr für die Beseitigung von Niederschlagswasser konnte um 3 Prozent auf 97 Cent je Quadratmeter Fläche gesenkt werden.
  • Die Straßenreinigungsgebühren für die Sommerwartung sind unverändert. Die Gebühren für den Winterdienst gestiegen.
  • Die Gebühren für die Gewässerunterhaltung sind für die versiegelten Flächen leicht gestiegen. Die Steigerung ist im Verhältnis zu anderen Grundbesitzabgaben aber von untergeordneter Bedeutung.
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