Stadt nimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen unter die Lupe

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Die Stadt Dorsten plant, bis Ende des Jahres einen Sozialbericht zu erstellen. Kinder, Jugendliche und ihre Familien sollen dabei besonders im Fokus stehen.

Dorsten

, 23.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie geht es Dorstener Kindern und Jugendlichen und ihren Familien? Wie leben sie, welche Probleme haben sie, was brauchen sie, um gut durch den Alltag zu kommen? Um das herauszufinden, will die Stadt Dorsten bis Ende des Jahres einen Sozialbericht erstellen.

Der Bericht soll „langfristig kommunale Handlungsperspektiven durch wirksame und nachhaltige sozial- und familienpolitische Maßnahmen ermöglichen“. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die am Mittwoch (27. Mai) um 17 Uhr in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses diskutiert wird.

Einkommen und Wohnsituation werden untersucht

Untersucht werden sollen unter anderem das Einkommen, die Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungssituation, die Gesundheit sowie die Wohnsituation der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien. Insgesamt setzt die Stadt vermehrt auf eine detaillierte Sozialberichterstattung für Dorsten. Denn es fehle ein Konzept für die ganze Stadt. „Das soziale Handeln und die Dienstleistungen der Stadt Dorsten sollen verstärkt bedarfsgerecht, ressourcenorientiert, aktivierend, wirkungs- und zielorientiert vorgenommen werden“, heißt es in der Vorlage.

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Dafür müssten Ämter, Dezernate und Träger eng zusammenarbeiten und gut vernetzt sein. Eine gute kommunale Sozialplanung solle Infrastruktur und Sozialräume analysieren und zeigen, wo es Handlungsbedarf gibt und welche Maßnahmen notwendig sind - und das möglichst bevor die Probleme immer größer werden.

Datenmonitoring wird aufgebaut

Neben dem geplanten Sozialbericht hat die Stabsstelle Strategische Sozialplanung, die direkt dem Ersten Beigeordneten unterstellt ist, im vergangenen Jahr bereits mit dem Aufbau eines Datenmonitorings begonnen. Damit sollen kontinuierlich die Lebenswelten, die demografische Entwicklung, die Sozialstruktur sowie die soziale Infrastruktur in den einzelnen Stadtteilen analysiert werden.

Andere städtische Fachbereiche sollen durch die Ergebnisse des Monitorings in ihren Planungen unterstützt werden. „Sozialplanung ist keine Aufhebung der Fachplanungen, sondern ihre Verknüpfung“, heißt es in der Beschlussvorlage. Untersucht werden die Menschen in den einzelnen Stadtteilen jeweils zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres. Differenziert wird nach Alter, Geschlecht und Herkunft. Entschieden wird über das weitere Vorgehen in Sachen Sozialplanung in der kommenden Ratssitzung am 24. Juni (Mittwoch) um 17 Uhr.

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