Stadt hat erste Hinweise auf Umweltsünder im Hervester Bruch

Umweltdelikt

Nach der illegalen Entsorgung von sieben Tonnen Bauschutt im Naturschutzgebiet hat die Stadt schon erste Hinweise auf den möglichen Umweltsünder. Sie bittet aber um weitere Informationen.

Dorsten

19.06.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwischen den Platten fanden sich neue Steine eines Rechteckpflasters (auch „Brötchenpflaster“ genannt) im Farbton Anthrazit.

Zwischen den Platten fanden sich neue Steine eines Rechteckpflasters (auch „Brötchenpflaster“ genannt) im Farbton Anthrazit. © Stadt Dorsten

Unbekannte haben vermutlich am Montag oder Dienstag (15./16. Juni) auf einem Weg im Naturschutzgebiet Hervester Bruch etwa sieben Tonnen alte Waschbetonplatten entsorgt. Die Stadt Dorsten bittet mögliche Zeugen um Hinweise auf den Verursacher.

Die Abladestelle ist ein Weg, der von der Straße An der Wienbecke in Fahrtrichtung Dorsten am Ende der lang gegzogenene S-Kurve nach links in ein kleines Wäldchen abzweigt. Aufgrund der Fundsituation haben sich bisher folgende Hinweise ergeben:

  • Der Haufen der teils zerbrochenen Waschbetonplatten wurde „in einem Rutsch“ abgeschüttet, also wohl mit einem Kipper, mindestens ein 7,5-Tonner.
  • Den frischen Spuren zufolge handelt es sich um ein Fahrzeug mit Zwillings- bzw. Doppelreifen an der Hinterachse.
  • Die alten Waschbetonplatten haben zuvor in auffällig gelbem Mauersand gelegen.
  • Zwischen den Platten fanden sich neue Steine eines Rechteckpflasters (auch „Brötchenpflaster“ genannt) im Farbton Anthrazit.
  • Vermutlich wurde eine Fläche Waschbetonpflaster (zum Beispiel Hof- oder Garageneinfahrt, Terrasse o.ä.) aufgenommen und gegen das Rechteckpflaster ausgetauscht, der Schutt sowie übrig gebliebenes neues Pflaster dann im Naturschutzgebiet entsorgt.

Die illegale Müllablagerung wurde noch am Mittwoch von Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes und des Bauhofes beseitigt. Während der Anlieferer für eine ordnungsgemäße Entsorgung nur 150 bis 200 Euro hätte zahlen müssen, hat die Beseitigung aus dem Naturschutzgebiet den Steuerzahler nun rund 500 Euro gekostet.

Falls der Anlieferer des Baumülls ermittelt werden kann, wird ein Bußgeld fällig, dass sicherlich im vierstelligen Bereich liegen wird.

Die Stadt Dorsten bittet um Hinweise von möglichen Zeugen der illegalen Abladung oder um Hinweise auf Flächen, auf denen möglicherweise das Pflaster getauscht wurde, per E-Mail an pressestelle@dorsten.de .
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