Sprayer hat Spuren an der frisch gestrichenen Zechenbahnbrücke hinterlassen

dzZechenbahnbrücke Hervest

Fortschritte sind an der Zechenbahnbrücke in Hervest kaum zu erkennen. Dafür aber Spuren, die ein unerwünschter Besucher hinterlassen hat.

Dorsten

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Dass die Zechenbahnbrücke Hervest im Frühsommer freigegeben wird, hält der Hervester Winfried Witteberg für ein Gerücht: „Hier sind zurzeit keine Fortschritte erkennbar. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die Baufirma keine festen Terminvorgaben für ihre Arbeiten hat“, sagt er und beruft sich auf Gespräche mit den Mitarbeitern.

Witteberg geht regelmäßig auf dem Lippedeich spazieren und hält die Fortschritte an der Baustelle im Blick. Er kritisiert, dass Mitarbeiter der Baufirma nicht immer präsent seien und es dadurch seiner Meinung nach immer wieder zu Verzögerungen komme. Die Baufirma weist die Vorwürfe des Hervesters zurück. „Die Firma Klaus Martin Hochbau-Tiefbau GmbH ist in keiner Weise für die Verzögerungen im Bauablauf verantwortlich, ganz im Gegenteil bemühen wir uns, den Betrieb der Baustelle aufrechtzuerhalten“, sagt Klaus Knipping, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Der Weg über die Brücke ist noch nicht geebnet

Tatsächlich wird die Brücke in Hervest wohl so schnell nicht freigegeben werden können. Denn noch fehlen zum Beispiel die Betonplatten, die den Weg über die Brücke ebnen.

Dabei sehnen Hervester auf der einen Seite der Lippe und Feldmärker an der anderen Uferseite die Freigabe der Querungshilfe herbei. Die Brücke steht Radfahrern und Fußgängern seit der Sperrung vor mehr als vier Jahren immer noch nicht zur Verfügung.

Die Stadt hält den Kontakt zur Baufirma, konnte auf Anfrage aber nicht sagen, ob es mittlerweile einen Termin für die Freigabe der Brücke gibt. Die zuständigen Mitarbeiter, die dazu Auskunft geben können, seien zurzeit im Urlaub, hieß es.

Winfried Witteberg harrt ungeduldig der Dinge, die da noch kommen. Nach der guten Nachricht, dass Open Grid die Gas-Endrohre auf der Brücke nun auch blau streichen lassen will, um ein einheitliches Bild herzustellen, hat er eine schlechte Nachricht für alle Brückenfreunde: „Die ersten Schmierfinken haben zugeschlagen“, meldete er uns. Ein unbekannter Sprayer hat an dem frisch blau gestrichenen Bauwerk rote Farbspuren hinterlassen.

Künftigen Sprühattacken professionell vorbeugen

Künftige Sprühattacken von künstlerischen Laien könne man vielleicht vermeiden, wenn man mithilfe von Mitteln aus dem Hervester Bürgerfonds zu einem Wettbewerb echter Graffitikünstler aufrufe, regt Witteberg an. Diesen Vorschlag hat er bei der letzten Hervest-Konferenz gemacht. Noch ist darüber nicht entschieden worden. Echte Graffitis unterscheiden sich jedenfalls erheblich von dem Gekleckse, das nun das noch nicht fertiggestellte Bauwerk verunziert.

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