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Sperrung eines Bahnübergangs in Wulfen hat nichts mit dem tödlichen Unfall zu tun

dzUmlaufsperre geplant

Der Bahnübergang an einem Wirtschaftsweg zwischen Hervester Straße und Verspohlweg wird für Autofahrer geschlossen. Mit dem tödlichen Unfall vor fünf Monaten hat das aber nichts zu tun.

Wulfen

, 14.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Bahnsprecher hatte vor wenigen Tagen suggeriert, dass die geplante Sperrung des kleinen Bahnübergangs für den Pkw-Verkehr unmittelbar mit dem tödlichen Unfall an dieser Stelle im November 2018 zu tun hat. Stadtsprecher Ludger Böhne erinnerte jetzt daran, dass der Umwelt- und Planungsausschuss bereits im Juni letzten Jahres die Schließung für den motorisierten Verkehr einstimmig beschlossen hatte. Ansonsten hätte der Bahnübergang ebenfalls auf das elektronische Stellwerksystem umgerüstet und somit auch ausgebaut werden müssen. Der Technische Beigeordnete Holger Lohse mutmaßte damals, dass „bei einer Ausweitung das Aufkommen von Schleichverkehr“ zu erwarten sei.

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Diesen „Schleichverkehr“ gab es auch ohne Ausbau des Bahnübergangs. Das hatte aber mit den langen Wartezeiten an den Bahnübergängen Burenkamp und Köhler Straße zu tun. Genervte Autofahrer nutzten den Wirtschaftsweg als Umgehungsstraße, obwohl er nur für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen ist.

Kritik vom ADFC an Unlaufsperren

Wenige Wochen nach dem tödlichen Unfall im November 2018 rüstete die Deutsche Bahn die Anlage am Burenkamp und an der Köhler Straße nach. Und in dieser Woche bestätigte ein Bahnsprecher, dass auf dem Wirtschaftsweg eine sogenannte „Umlaufsperre“ gebaut werden soll. Fußgänger und Radfahrer können die Gleise weiterhin passieren, Autofahrer aber nicht.

Sperrung eines Bahnübergangs in Wulfen hat nichts mit dem tödlichen Unfall zu tun

Umlaufsperren gefallen dem ADFC nicht, weil sie nicht für alle Radfahrer passierbar sind. © ADFC

Doch auch bei Radfahrern ist die Freude nicht grenzenlos. In einem Positionspapier kritisiert der Allgemeine Deutsche Fahradclub (ADFC): „Umlaufsperren an Bahnübergängen beeinträchtigen das zügige Räumen des Gefahrenpunktes. Dies gilt speziell für Radfahrergruppen oder Radfahrer mit Anhängern. Durch die Verengung ist eine barrierefreie Nutzung des Weges nicht gewährleistet. Verschiedene Nutzergruppen (z.B. Handbikefahrer, Radfahrer mit Gepäck oder Kinderanhänger) werden behindert oder ausgeschlossen.“

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