Hoffnung für Max: Schüler aus Dorsten sammeln Spenden

dzSpendenaktion

Die hohen Kosten für ein Medikament kann die Familie des totkranken Max nicht alleine bezahlen. Jetzt helfen Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums. So wollen sie Geld sammeln. Wer noch hilft.

Dorsten

, 29.09.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den sechsjährigen Max und seine Familie stellte die Diagnose

„Diffuses Mittelliniengliom“ die Welt auf den Kopf. Der Junge, der eigentlich in diesem Sommer eingeschult werden sollte, leidet unter einem inoperablen Hirntumor.

Bestrahlung und Chemotherapie hat Max bereits über sich ergehen lassen. Um seine Lebensqualität zu steigern und sein Leben zu verlängern, hofft seine Familie auf die Wirkung der ONC201-Therapie. Das Medikament ist in Deutschland nicht zugelassen, weshalb die Kosten ganz allein von der Familie geschultert werden müssen. 2550 Euro kostet die Behandlung im Monat.

Max mit seiner Mutter (l.) und seinen zwei Schwestern. Bei dem Jungen wurde im Juni ein Hirntumor diagnostiziert.

Max mit seiner Mutter (l.) und seinen zwei Schwestern. Bei dem Jungen wurde im Juni ein Hirntumor diagnostiziert. © Privat

Hoffnungslichter für Max und seine Familie

Der Caritasverband hat am 18. September den Fall publik gemacht und um Spenden gebeten. Für die Dorstener Schulen hat sich der Wohlfahrtsverband etwas ganz Besonderes überlegt. „Die Young Caritas will Solidarität bei den Schülern hervorrufen“, erklärt Sabine Cremer vom Caritasverband Dorsten.

Ab der kommenden Woche (5. bis 9. Oktober) werden Schülervertreter des St.-Ursula-Gymnasiums in der Schule Hoffnungslichter für Max verkaufen.

Die roten und grünen Teelichter verkaufen die Schüler für je 1 Euro. Die Siebtklässlerin Annika Teuber war sofort begeistert, als Lehrerin Simone Drescher die Idee bei der Schülervertreter-Konferenz vorstellte. „Wenn hier jeder zwei bis drei Teelichter kauft, kommt ganz schön was rum an Spenden“, weiß die Schülerin. Zusätzlich dürfen die Schüler auch Kuchen verkaufen. Wegen der Corona-Maßnahmen darf der aber nur eingepackt über die Theke gegeben werden.

Schulen und Kindergärten in Dorsten machen mit

Auch an anderen Dorstener Schulen und in Kindergärten will die Caritas Spendenaktionen starten. 1800 Teelichter hat Sabine Cremer bereits für die Aktionen verteilt, weitere 1800 will sie noch bestellen.

Unter dem Hashtag #HoffnungfuerMaximilian können die Käufer der Hoffnungslichter ihre Bilder vom Teelicht posten. Laut Sabine Cremer schaut Max sich die Fotos an und freut sich sehr darüber.

Schulleiterin Elisabeth Schulte-Huxel bewundert die Aktion der Schülervertreter: „Ich finde es gut, dass die Schüler über sich hinausdenken und so aus ihrer Blase rauskommen.“ Das Schicksal von Max ist längst Gesprächsthema unter den Schülern. „Es ist traurig, dass so ein junges Kind von so einem Schicksalsschlag getroffen wird“, meint Schülersprecherin Melissa Borutta. Und ihre Kollegin Greta Albermann ergänzt: „Das Teelicht ist ein Zeichen für Hoffnung. Auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, wollen wird der Familie so Kraft schenken.“

  • Zehn Tage liegt der Spendenaufruf nun zurück – Zeit für eine Zwischenbilanz: Sabine Cremer möchte noch nicht zu viel verraten, sagt aber: „Es ist sehr gut angelaufen.“
  • Auch Sportvereine rufen zu Spenden auf. Der SuS Hervest-Dorsten überraschte Max beim Spiel gegen den SV Lembeck am Wochenende und bat um Spenden. Der Verein schenkte dem Jungen ein Trikot mit allen Unterschriften der Spieler, einen Vereinsschal, einen Wimpel und einen Umschlag mit Geld. Auf Facebook sieht man den Sechsjährigen auf dem Spielfeld durch das Spieler-Spalier gehen.
  • Die Dorsten Reapers und Cologne Crocodiles (American Football) trainierten für den guten Zweck und sammelten 300 Euro. Der FC Rot-Weiß Dorsten hat 380 Euro an Spenden gesammelt, die der Vorstand auf 500 Euro aufgestockt hat. Der 1. SC Blau-Weiß Wulfen sammelte kürzlich 600 Euro an Spenden. Am vergangenen Sonntag (27.9.) organisierte der BHV Dorsten III einen Kuchen- und Waffelverkauf und sammelte auf diese Weise Geld.
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