SPD-Abgeordneter Michael Hübner regt Hilfsprogramm für Altro-Mondo-Mieter beim Land an

dzAltro Mondo

Wassersperren drohen Mietern von Altro-Mondo-Wohnhäusern in Dorsten häufiger. Der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hübner bohrt deshalb bei der Landesregierung nach.

Dorsten

, 21.03.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Michael Hübner schreibt in einer aktuellen Kleinen Anfrage vom 20. März 2019 an die Landesregierung, dass die 250 Mieterinnen und Mieter von Altro-Mondo-Wohnungen in Dorsten „seit Jahren von Versorgungssperrungen betroffen sind, weil die Altro Mondo beispielsweise die Zahlungen für die Wasserversorgung nicht tätigt“.

Zuletzt saßen die Mieter von Altro-Mondo-Wohnungen am Himmelsberg in Barkenberg im November 2018 für 24 Stunden auf dem Trockenen, weil die Vermietergesellschaft laut Auskunft der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft trotz Mahnung „eine Rechnung in Höhe eines dreistelligen Betrages nicht gezahlt hatte“.

Hübner glaubt an ein strukturelles Problem im Unternehmen

Michael Hübner schließt aus den Problemen, die wiederholt auftauchten, „dass es sich um ein strukturelles Problem handelt, weil die Mieter des Unternehmens immer wieder von Versäumnissen der Vermieterin betroffen“ seien. „Die unzureichende Erfüllung der Pflichten von Vermietern gehört offenbar zum Geschäftsmodell des Unternehmens“, mutmaßt der SPD-Landtagsabgeordnete in seiner schriftlichen Stellungnahme an die Landesregierung.

Michael Hübner möchte deshalb wissen, ob die Landesregierung plant, zur Unterstützung und zum Schutz der Mieter der Altro-Mondo-Immobiliengruppe in Dorsten finanzielle Hilfen anzubieten. Hübner denkt dabei zum Beispiel an die Übernahme der ausstehenden Beiträge, um Wassersperren von den Mietern abzuwenden.

Vielleicht sollten die rechtlichen Grundlagen angepasst werden?

Er will zudem wissen, ob die Landesregierung die rechtlichen Grundlagen im Mieterschutz verändert, „um die Vermieterpraxis der Altro Mondo und ähnlich handelnder Unternehmen zu unterbinden“, wie er in seiner Kleinen Anfrage schreibt.

Außerdem regt Michael Hübner einen Notfallfonds an, um auch in Zukunft die Notlagen der von „vergleichbarer, unlauterer Geschäftspraxis betroffener Mieter zu mindern.

Eine ähnliche Anfrage hatte der Landtagsabgeordnete Ende Februar gestellt, aber bislang noch keine Antwort erhalten.

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