Sparergemeinschaft geschröpft

DORSTEN Wegen Diebstahls und Treuebruchs einer stattlichen Summe wurde ein 53-jähriger Dorstener am Donnerstag vom Schöffengericht zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 200 Stunden Sozialdienst ableisten.

von Von Andre Förster

, 24.07.2008, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Oberstaatsanwalt Engel indes sah in dem Handeln des Angeklagten die Verletzung seiner Vermögensbetreuungspflicht. Da es sich bei der Spargemeinschaft um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts handele, müsse man vom Straftatbestand des Treuebruchs, und nicht „nur“ von einer Missachtung eines Gefälligkeitsdienstes ausgehen. So sah es auch Richterin Heinz. Da der Angeklagte die Tat während einer laufenden Bewährungszeit begangen hatte - er ist wegen Verletzung der Unterhaltspflicht verurteilt - verhängte sie eine Freiheitsstrafe auf Bewährung. Ihr Geld werden die Sparer dadurch aber nicht wiedersehen.

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