So sieht die Zukunft der Spielplätze in Deuten aus

Stadtteilkonferenz Deuten

Die Zukunft der Spielplätze im Ort waren ein Thema bei der Stadtteilkonferenz in Deuten. Die Organisatoren präsentierten auch eine Idee, wie der Ort weiter gefördert werden könnte.

von Gregor Rößmann

Deuten

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
So sieht die Zukunft der Spielplätze in Deuten aus

Welcher Spielplatz soll verbessert werden? Die Stadtteilkonferenzteilnehmer stimmten mit Punkten ab. © Gregor Rößmann

Viele Deutener waren es nicht, die am Dienstagabend ins Pfarrheim zur Stadtteilkonferenz gekommen waren. Aber die Stadtteilkonferenz wird wachsen, daran ließen die aktuellen Sprecher Birgit Heyming und Holger Krajewski keinen Zweifel. Denn hier könnten in Zukunft wichtige Weichen fürs Dorf gestellt werden und eine gute Schnittstelle zwischen den Bewohnern und der Verwaltung entstehen. Von der Stadt waren Bürgermeister Tobias Stockhoff, Jugendamtsleiter Stefan Breuer und Joachim Thiehoff vom Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt nach Deuten gekommen.

Alles beim Alten

Stefan Breuer stellte die Spielflächenbedarfsplanung der Stadt vor. Hintergrund:

In Dorsten gibt es rund 160 Spiel- und Bolzplätze. Je nach Wohnort, Bedürfnissen im Quartier und Zahl der Kinder in der Nachbarschaft sind das zu wenige oder zu viele. Sie sind alt oder neu, schön oder hässlich, gepflegt oder verwildert, nah dran oder weit weg, gut genutzt oder verlassen.

Mit der Spielflächenbedarfsplanung möchte die Stadt grundlegend neue Ordnung in dieses System bringen. Das Ziel ist, eine langfristige Strategie auf den Weg zu bringen, damit nur auf Flächen investiert wird, die auch zukunftsfähig sind. Das wird zur Folge haben, dass einige Flächen aufgegeben werden müssen, die anderen langfristig weiterentwickelt werden können.

Man wolle rund 100 Spielflächen in der gesamten Stadt erhalten, teilte Bürgermeister Tobias Stockhoff mit, wobei in Deuten mit fünf Spielflächen und einem Bolzplatz alles beim Alten bleibe. Nach der Konferenz konnten Punkte für die Priorität der einzelnen Plätze von den Anwesenden abgegeben werden, die die Stadt beim „Beäugeln“ berücksichtigen solle. Stockhoff regte zum aktiven Mitgestalten und guten Ideen für die Umgestaltung des Bolzplatzes am Kirchweg an. Die Stadt versuche hier, ein guter Partner zu sein, und werde die Anlage regelmäßig auf Sicherheit prüfen und Unterstützung leisten, sofern man dort Veränderungen wünsche.

„Dorstener Erklärung“ ist das Ziel

Der Bürgermeister stieß dann ein Thema an, das er am liebsten schon zum Ende des Jahres mit einer „Dorstener Erklärung“ in Form bringen möchte. Menschenwürde, Demokratie und Respekt seien für ihn nicht nur ein Lippenbekenntnis. Zunehmend beobachte er den respektlosen Umgang, sei es gegenüber Verwaltungsmitarbeitern, in Nachbarschaften oder im alltäglichen Miteinander. Aggressionen gegenüber Rettungs- und Ordnungskräften hätten zugenommen und so manche E-Mail, die im Rathaus eintreffe, mache ihn sprachlos und traurig.

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Seine Idee, unserer Gesellschaft eine besonnene Stimme zu geben, soll in einer „Dorstener Erklärung“ münden. Diese könne eine Selbstverpflichtung der Menschen in Dorsten sein. Stockhoff bittet auch die Stadtteilkonferenzen um Vorschläge zum Inhalt dieser Erklärung. Später sollen die Vorschläge dem Rat zur Abstimmung vorgelegt werden und jeder Bewohner Dorstens bekomme dann auch die Möglichkeit zur Unterschrift. Genauere Informationen folgen.

Landesförderprogramm „Vital NRW“

Birgit Heyming stellte mit Holger Krajewski schließlich noch ein Förderprojekt vor, an dem man gerne teilnehmen wolle. Das Landesförderprogramm „Vital NRW“ fördere einzelne Ideen mit bis zu 65 Prozent der Gesamtkosten. Mithilfe der 3000 Euro, die die Deutsche Glasfaser als Wettschulden den Deutenern Vereinen damals überließ, und mit dem Bürgerbudget über 1300 Euro von der Stadt Dorsten könne man Projekte für bis zu knapp über 12.000 Euro beantragen. Ideen möchten die Deutener nun sammeln und auswerten. Vorstellbar sei beispielsweise die Gestaltung eines Dorfplatzes, Naturschutzmaßnahmen etc.

Die beiden Sprecher baten zum Schluss um aktive Mitarbeit möglichst vieler Deutener und würden sich über deren Beteiligung sehr freuen. Die Kontakt-E-Mail-Adresse zur Stadtteilkonferenz Deuten lautet: deutenvereint@web.de

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