Das Museumsregal in der Maschinenhalle von Fürst Leopold. © Bludau
Bergbauverein und Stadtinfo

So schön kann Geschichte sein: Bergbau hat Spuren hinterlassen

Der Bergbau in Dorsten hat in Hervest seine Spuren hinterlassen. Auch wenn die Zeche Fürst Leopold längst Geschichte ist, wollen die Dorstener trotzdem wissen: Wie war das denn früher?

Eine erlebnisreiche Entdeckungsreise durch Hervest gab es am Samstag bei durchweg trockenem und sonnigem Wetter. In Kooperation mit dem Bergbauverein und der Stadt-Info Dorsten spürten die Teilnehmer drei Stunden lang zu Fuß dem Bergbau in Dorsten nach.

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Bergbau

Dabei konnte die 16 Teilnehmer dank zweier ausgewiesener Experten in hundert Jahre Bergbaugeschichte Dorstens eintauchen, die den Stadtteil Hervest vornehmlich geprägt haben. Der Rundgang war zweigeteilt und startete direkt in der Kolonie am Brunnenplatz.

Führung startete in historischer Wohnküche

Unter dem Motto „So war damals“ startete man unter der Führung von Wolfgang Littwin in einer historischen Wohnküche am Brunnenplatz. Danach folgten typische Straßen, Plätze und Häuser der Siedlung sowie die interkulturellen Siedlungsgärten.

Drei Stunden Spaziergang durch die Zechenkolonie und über das ehemalige Zechengelände.
Drei Stunden Spaziergang durch die Zechenkolonie und über das ehemalige Zechengelände. © Bludau © Bludau

Teil zwei unter der Leitung von Gerhard Schute folgte direkt im Anschluss auf der Zechenfläche Fürst Leopold. Dieses Mal unter dem Motto „Das Erbe von Fürst Leopold“ ging es über das Außengelände, die Lohnhalle mit Kaue sowie die Wasserhaltung der Zechenturm und zuletzt die Maschinenhalle. Dabei wurden auch das mehrere tonnenschwere Leopold-Regal präsentiert, sowie die Dampfmaschine in Bewegung gezeigt.

„Meine Erwartungen wurden übertroffen“

„Ich war begeistert von der Tour. Es war sehr interessant für kurze Zeit, in den Bergbau einzutauchen und etwas über das Leben und Arbeiten der Bergleute hier in Dorsten zu erfahren“, berichtete Luisa Frerick, die zusammen mit ihren Freund Leon an der Tour teilnahm.

Leon ergänzte: „Mich hat vor allem die Technik interessiert und was damals schon alles möglich war. Es war bestimmt sehr schwer für die Menschen und kein Vergleich zum Leben jetzt.“

Erlebnisreicher Nachmittag zahlte sich aus

Aufgrund von Corona war die maximale Teilnehmerzahl begrenzt worden und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht in geschlossenen Räumen. Trotzdem empfanden die Wanderer den Rundgang als gelungen. Sieben Euro musste jede Person zahlen, aber für alle zahlte sich der erlebnisreiche Nachmittag aus. Gerd Schute und Wolfgang Littwin überzeugten mit viel Wissen und konnten auch auf spontane Fragen antworten.

1911 begann die Planung der Siedlung Fürst Leopold, um Wohnraum für die Arbeiter des Steinkohlebergbaus zu schaffen. Damals gab es in diesem Gebiet noch keine Bebauung, so dass eine völlig neue Siedlung entstand. Diese steht seit 1988 sogar unter Denkmalschutz. Auf dem Brunnenplatz steht ein Brunnen, der im Zuge der Renovierung des Areals aufgestellt wurde. Die Skulptur zeigt die Haustiere der Bergarbeiter: Gänse, die Ziege und die Tauben.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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