Sieben neue Ladesäulen für Elektroautos sind in Dorsten am Netz

dzElektromobilität

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Dorsten geht voran. Sieben neue Ladesäulen sind in Betrieb, weitere folgen noch in diesem Jahr. Das sind die Standorte.

Dorsten

, 19.10.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bislang war die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektroautos in Dorsten ziemlich überschaubar. Das Netz verdichtet sich aber immer mehr. Nachdem die Stadt und innogy im vergangenen Juni einen Vertrag zum Ausbau der Ladeinfrastruktur unterzeichnet haben, wurden mittlerweile sieben neue öffentlich zugängliche Ladesäulen im Stadtgebiet aufgestellt.

Die neuen Stromtankstellen befinden sich an folgenden Standorten:

  • Hafenstraße, Parkstreifen zwischen Gahlener Straße und Klosterstraße (Hardt)
  • Auerhahnstraße/An der Seikenkapelle nahe Edeka (Hardt)
  • Pendlerparkplatz Auf der Bovenhorst (Altstadt)
  • Parkplatz Gräwingheide (Altendorf-Ulfkotte)
  • Hervester Straße nahe Restaurant Rosin (Wulfen)
  • Pendlerparkplatz Gemener Straße (Bahnhof Rhade)
  • Wulfener Straße/Ecke Steenpatt (Lembeck)

An vier weiteren Standorten ist die Installation neuer Ladesäulen außerdem bereits vorbereitet: Parkplatz Lippetal (Altstadt), Pendlerparkplatz Gelsenkirchener Straße (Feldmark), Borkener Straße/Zeppelinstraße (Holsterhausen) und Glück-Auf-Platz (Hervest).

Die Installation soll nach Angaben der Stadt im Oktober abgeschlossen werden. Im Anschluss werden die Säulen ans Stromnetz angeschlossen, sodass sie in Betrieb genommen werden können. Die Inbetriebnahme ist für November vorgesehen.

Einen Überblick über alle öffentlich verfügbaren und in Planung befindlichen E-Ladesäulen im Stadtgebiet gibt unsere Karte:

„Eine Million E-Autos sollen bis 2022 und bis zu drei Millionen bis 2025 auf den Straßen unterwegs sein“, sagte Maria Allnoch, Kommunalberaterin des Energieversorgers innogy bei der Vertragsunterzeichnung in Dorsten. „Diese Ziele der Bundesregierung zum Ausbau der Elektromobilität zeigen deutlich auf, wo der Weg der Mobilitätswende hingehen soll.“

Sieben neue Ladesäulen für Elektroautos sind in Dorsten am Netz

Dorstens Klimaschutzmanager Sebastian Cornelius, innogy-Kommunalbetreuerin Maria Allnoch und Bürgermeister Tobias Stockhoff (v.l.) nach der Unterzeichnung des Vertrags zur Errichtung von elf Ladesäulen für Elektroautos © Stadt Dorsten

Bei den neuen Ladesäulen handelt es sich um Modelle mit einer Ladekapazität von 2x22 Kilowatt. An den neuen Säulen können zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Ein Elektroauto mit 40 Kilowattstunden Akkukapazität und entsprechender Ladeleistung wäre demnach nach etwa drei Stunden zu über 80 Prozent betankt. Pro Ladesäule zahlt die Stadt einen festen monatlichen Betrag in Höhe von rund 87 Euro an innogy. Die Vertragsdauer beträgt acht Jahre.

Höhere Ladeleistung als der hauseigene Stromanschluss

„Die verwendete Technik erlaubt es Besitzern von Elektroautos, eine deutlich höhere Ladeleistung zu nutzen, als es der hauseigene Stromanschluss zu leisten vermag“, sagt Dorstens Klimamanager Sebastian Cornelius. „Im Rahmen der Konzepterarbeitung wurde zudem darauf geachtet, möglichst zentrale Flächen zu identifizieren auf ausschließlich gebührenfreien Parkplätzen.“

Im Kreis Recklinghausen sind nach Angaben der Kreisverwaltung zum 1. Oktober 2019 insgesamt 631 Elektroautos zugelassen. Spitzenreiter ist die Stadt Recklinghausen mit 103 Fahrzeugen, gefolgt von Dorsten mit 85. Angesichts von insgesamt 45.829 zugelassenen Pkw in Dorsten ist der Anteil der Elektrofahrzeuge in der Stadt aber noch verschwindend gering.

Der Verkehrssektor steht in Dorsten mit einem Anteil von 45 Prozent an den gesamtstädtisch produzierten CO2-Emissionen besonders im Fokus bei umwelt- und klimaschützenden Projekten. Die Umstellung der Energiebasis auf Strom aus regenerativen Energien zum Betrieb von Fahrzeugen unter Einsatz innovativer Antriebstechnologien wird dabei als entscheidender Baustein betrachtet.

Von der zunehmenden Präsenz der Ladeinfrastruktur erhofft die Stadtverwaltung sich außerdem, etwaigen Hemmnissen bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen entgegenzuwirken.

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