Auf dem Aldi-Parkplatz dürfen Autofahrer künftig nur noch 60 Minuten lang parken. © Michael Klein
Meinung

Sensor-Jagd auf Parksünder: Überwachung war nur eine Frage der Zeit

Viele Fremdparker auf einem Supermarkt-Parkplatz in Dorsten: Die geplante Parkzeitbeschränkung ist deshalb nachvollziehbar. Hauptsache, das Parken bleibt außerhalb der Öffnungszeiten frei.

Zugegeben: Wenn ich im Creativ-Quartier Fürst Leopold dienstlich oder privat unterwegs war, habe ich mehrfach mein Auto länger als eine Stunde auf dem dortigen Aldi-Parkplatz abgestellt. Mit schlechtem Gewissen natürlich – denn ich habe Kunden des Discounters damit einen Stellplatz weggeschnappt.

So machen es wahrscheinlich nicht wenige Gäste der Gastronomie-Betriebe, Besucher von Veranstaltungen, dauerparkende Anwohner. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis Aldi die Reißleine zieht und die zulässige Parkdauer auf der firmeneigenen Parkfläche während der Ladenöffnungszeiten beschränkt.

„Parkraumbewirtschaftung“ heißt das und wie der Name schon sagt: Das Geschäft soll dem beauftragen Dienstleister „Safe Place“ Gewinn einbringen.

Da wird sich also noch so mancher Autofahrer über ein teures Knöllchen wundern – und natürlich ärgern.

Gut, dass das Parken außerhalb der Aldi-Öffnungszeiten für Nutzer des Zechengeländes erlaubt bleibt. Nur ein Beispiel: Ein gesperrter Parkplatz während eines der beliebten sonntäglichen US-Car-Treffens wäre Ausstellern und Besuchern kaum zu vermitteln gewesen.

Immerhin: Da die Bodensensoren, die die Einhaltung der zulässigen Parkzeit überwachen sollen erst in drei Wochen „scharf“ gestellt werden, können sich Autofahrer an die neue Regelung gewöhnen. Zumal Gastro-Betriebe, Lohnhalle und die Kaue – die Ziele also, die im Creativ-Quartier in „normalen“ Nicht-Corona-Zeiten am häufigsten angesteuert werden – weiterhin von mehreren hundert kostenfreien Parkplätzen aus erreichbar sein werden.

Der kostenlose Parkplatz des Edeka-Supermarkts auf dem Zechengelände aber sollte bitte zu den Geschäftsöffnungszeiten auch weiterhin wirklich nur von Honsel-Kunden genutzt werden. Ein Sensor-Parkplatz reicht. Der Wochen-Einkauf soll ja nicht überall in Stress ausarten.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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