Seniorin aus Lembeck wirft Erspartes auf Druck von Trickbetrügern aus dem Fenster

Trickbetrug

Die Anruferin gab sich als Polizistin aus und übte massiven Druck auf die ältere Frau aus - bis diese glaubte, Falschgeld in den Händen zu halten.

Lembeck

26.11.2018, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine ältere Frau aus Lembeck hat ihr Erspartes an Trickbetrüger verloren. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sei die Frau in den vergangenen Wochen wiederholt von Betrügern angerufen worden. Demnach gab sich die Anruferin als Polizistin aus und gaukelte vor, mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Es ginge darum, Falschgeld aus dem Verkehr zu ziehen.

Mehrfach forderte die Anruferin die Seniorin auf, Geld von der Bank zu holen, was diese irgendwann auch tat. Übers Telefon fragte die Betrügerin anschließend die Banknotennummern ab und teilte der Lembeckerin mit, dass es sich um Falschgeld handele. Die Seniorin wurde aufgefordert, das Geld aus dem Fenster zu werfen.

Nach massivem Druck der Anruferin kam die Seniorin der Aufforderung nach und warf das Geld aus dem Fenster. Kurz darauf war das Ersparte weg.

In den vergangenen Tagen rufen wieder vermehrt falsche Polizeibeamte bei Menschen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop an, teilte die Polizei mit. In den meisten Fällen hätten die Angerufenen richtig reagiert, indem sie sofort auflegten und die 110 wählten.

Trickdiebe seien oft erfinderisch, warnt die Polizei, ihre Maschen aber würden sich meistens ähneln. Die Betrüger haben es auf Bargeld oder andere Wertsachen abgesehen. Ihre Opfer sind in der Regel ältere Menschen.

Tipps der Polizei

  • Die Polizei bittet niemals um Geldbeträge oder fragt nach Wertgegenständen
  • Geben Sie weder am Telefon noch an der Haustür Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung
  • Fordern sie angebliche Amtspersonen auf, ihren Dienstausweis zu zeigen
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, legen sie einfach auf
  • Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel selbst bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer selbst raus. Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
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