Schwan überlebt Hundeattacke - Flügel amputiert

Patient im Tierheim

Für die meisten Insassen ist das Dorstener Tierheim nur durch Durchgangsstation. Manche aber bleiben für immer am Ellerbruch: Nach Ziegenbock Rambo ist jetzt Schwan Lohengrin der nächste Dauer-Bewohner. Schuld ist eine Hundeattacke.

DORSTEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 19.08.2013, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach überstandener Panik verträgt sich der Patient mit Menschen recht gut. „Aber wenn er Hunde auch nur aus der Ferne zu sehen bekommt, dann reagiert er sofort und sträubt sein Gefieder“, vermutet Heike Unkel, dass die Verletzung dem Schwan von einem Hund zugefügt worden ist. Die Tierschützerin appelliert daher nochmals an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner nur dort von der Leine zu lassen, wo so etwas nicht passieren kann. Mit dem Lippeverband will sie in den nächsten Tagen aus einem anderen Grund Kontakt aufnehmen: „Damit es zwischen Hundebesitzern und dem Schäfer keine Konflikte mehr gibt, wäre es gut, wenn der Verband Beutelspender aufstellt, damit die Hinterlassenschaften der Hunde sofort beseitigt werden können.“ Hilfreich wäre auch, wenn der Lippeverband irgendwo in Ufernähe eine Freilauffläche anbieten würde, auf der sich Hunde austoben können.

Zurück zum Schwan: Heute darf er erstmals hinaus auf den Teich des Tierheims. Dort soll er in Gesellschaft anderer Wasservögel sein Leben genießen. Heike Unkel: „Der Tierarzt hat uns versichert, dass der Schwan trotz des Verlustes eines Flügels nicht leiden, sondern gut zurecht kommen wird.“

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