Wenn die Sanierung des Hochhauses am Paul-Spiegel-Berufskolleg beginnt, sollen auf dem Parkplatz für mindestens fünf Jahre lang Container für die Schulklassen aufgestellt werden. © Michael Klein
Berufskolleg

Schulgebäude wird saniert: Container-Ersatz für 1,75 Mio. Euro geplant

Das Hochhaus des Berufskollegs Dorsten wird saniert. Deswegen sollen Schulklassen in Container ausweichen. Das würde teuer für den Kreis - und hätte Auswirkung auf das Parken an der Schule.

Da das siebengeschossige „Hochhaus“ des Paul-Spiegel-Berufskollegs in Dorsten demnächst großflächig saniert wird und die Klassenräume während der Bauzeit nicht genutzt werden können, braucht der Kreis als Schulträger dringend Ersatzflächen für die betroffenen Schulklassen.

Nun ist klar: Die Berufskollegschüler sollen in Containern unterrichtet werden – und dafür will der Kreis eine Menge Geld ausgeben.

Teurer als geplant

War die Kreisverwaltung im September 2019 noch von 550.000 Euro für eine Übergangslösung ausgegangen, so belaufen sich nach Prognosen die Kosten nun auf 1,85 Millionen Euro. Allein die Modul-Gebäude würden mit 1,75 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Auf 850 Quadratmetern Fläche

Wenn die politischen Gremien des Kreises Recklinghausen grünes Licht geben, will die Kreisverwaltung für diese Summe Schulcontainer anschaffen, für acht Klassenräume, zwei Lehrküchen, eine Umkleide, ein Lehrerzimmer, zwei WC-Räume und diverse Nebenräume – auf insgesamt 850 Quadratmetern Fläche.

Im Kreishaus waren sowohl eine Kauf- als auch eine Mietvariante geprüft worden heißt es in der Beschlussvorlage für die Politik, die am Mittwoch (20.1.) im Kreis-Bauausschuss abstimmen wird. Da nach Abschluss der Hochhaus-Bauarbeiten auch noch Innensanierungen an den weiteren Schulgebäuden stattfinden werden, für die ebenfalls Interims-Lösungen notwendig seien, gehe man von einer Container-Nutzung von mindestens fünf Jahren aus.

Der vorgesehene Ersatz-Parkplatz befindet sich jenseits der Bahnlinie an der Straße
Der vorgesehene Ersatz-Parkplatz befindet sich jenseits der Bahnlinie an der Straße „An der Wienbecke”. © Michael Klein © Michael Klein

Bereits bei einem Vergleich des Kaufpreises gegenüber des Mietpreises für 60 Monate sei ein Erwerb „leicht vorteilhaft“, so der Kreis. Da Containergebäude weit über 20 Jahre genutzt werden, könnten sie anschließend noch woanders zum Einsatz kommen oder aber zum Restwert verkauft werden. Fazit: „Der Kauf ist deutlich wirtschaftlicher.“

Auf dem Parkplatz

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, seien mehrere unbebaute Flächen in Dorsten als mögliche Standorte für die Schulcontainer geprüft worden, unter anderem der Sportplatz der früheren Gerhart-Hauptmann-Realschule an der Bismarckstraße.

„Letztlich hat sich der Parkplatz des Berufskollegs an der Ecke Bismarckstraße/Am Holzplatz als einzig realistische Option erwiesen“, so der Kreis. Die Fläche sei im Eigentum des Kreises, außerdem in direkter Nähe zum Berufskolleg.

Da dann aber Parkflächen wegfallen, sollen auf einem Grundstück der Dorstener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WinDor) um die 50 Ersatzparkplätze der einfachsten Art am Entsorgungsbetrieb der Stadt hergerichtet werden – jenseits der Bahnlinie und mit dem Auto nur über die Straße „An der Wienbecke“ erreichbar.

Herrichtungsaufwand: 90.000 Euro, jährlicher Pachtzins: 9.000 Euro. Nicht ausgeschlossen sei, dass sie später sogar kostenpflichtig werden, heißt es.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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