Feuchtsalz wird verstärkt auch in Dorsten eingesetzt (Symbolbild). © picture-alliance / dpa/dpaweb
Winterdienst

Schnee in Sicht: Streudienst in Dorsten ist schon in Alarmbereitschaft

Typisches Januar-Wetter um die 0 Grad mit Schnee steht in Dorsten bevor: Der Winterdienst der Stadt ist mit 13 Fahrzeugen in Alarmbereitschaft - und setzt auf eine Extra-Mischung.

Rainer Ihling und die Mitarbeiter vom Winterdienst des Dorstener Entsorgungsbetriebs (EBD) sind in diesen Tagen in Alarmbereitschaft. Denn laut Wetterbericht sollte und soll es auch in Dorsten winterlich werden – und sogar schneien.

Wer früh aufgestanden ist, konnte zum Beispiel am Mittwoch ab 5 Uhr Fahrzeuge des städtischen Winter-Fuhrparks sehen. „Da waren alle auf den Straßen“, sagt Winterdienst-Organisator Ihling. Aber der vom Wetterradar angekündigte Schneeregen blieb aus. Ungefähr drei Grad, „da blieb für uns nichts liegen.“

Auch „Handstreuer“ stehen parat

Seit Heiligabend besteht die Rufbereitschaft. 13 Fahrzeuge und ihre Besatzungen, darunter fünf große Lkw. Und auch die „Handstreuer“ müssen parat stehen. Die sorgen dafür, dass die Menschen etwa vor den Mercaden nicht ausrutschen. „Oder auf den Brücken“, so Ihling.

Denn die sind von allen Seiten ungeschützt der Kälte ausgesetzt und können schon glatt werden, wenn auf den Straßen der Bodenbelag noch im Plus-Bereich liegt.

Wie schon in den meisten Vorjahren, so hat der städtische Streudienst auch in diesem Winter nicht allzu viel zu tun gehabt. Anfang Dezember mal ein, zwei Einsätze wegen überfrierenden Raureifs, auch am 29. und 30. Dezember ging es mal raus, mehr zur Kontrolle und zu Stellen, die schnell kritisch werden können. „In Höhe von Waldschneisen“, nennt Rainer Ihling ein Einsatzgebiet.

1.200 Tonnen Salz im Lager

1.200 Tonnen Salz liegen derzeit im Lager. „Die Halle ist voll, wir sind gut gerüstet“, so der Winterdienst-Organisator. Neu bestellen musste der städtische Eigenbetrieb nichts, „das ist alles noch vom letzten Winter übrig geblieben“.

Ein Winterdienst-Fahrzeug der Stadt im Einsatz.
Ein Winterdienst-Fahrzeug der Stadt im Einsatz. © Bludau (Archiv) © Bludau (Archiv)

Nach seinen Angaben hat der Entsorgungsbetrieb inzwischen weitere Fahrzeuge für den Gebrauch von Sole ausgerüstet. Wie in anderen Kommunen auch, geht in Dorsten der Trend immer mehr in Richtung Feuchtsalz, also eine Mischung aus Trockensalz und Sole.

„Bleibt länger liegen“

„Dadurch wird das Streusalz nicht mehr sofort von den Straßen geweht, sondern bleibt länger liegen“, betont Ihling. In der Wenge sei es in der Vergangenheit bei starkem Wind desöfteren schon mal nach ein paar Minuten weg gewesen.

Wie gehabt bleibt es dabei, dass in Dorsten immer zuerst auf den verkehrsintensiveren Ortsdurchfahrtsstraßen gestreut werde. Das wird auch am frühen Donnerstagmorgen (7.1.) so sein. „Laut Wetterbereich soll es ab 2 Uhr nachts Schneefall und Glätte geben“, sagte Rainer Ihling am Mittwoch (6.1.).

„Wenn wir um 5 Uhr anfangen zu räumen, haben wir bis zum starken morgendlichen Bezugsverkehr noch zwei Stunden Zeit, die Straßen frei zu bekommen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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