Mehrere afrikanische Riesenschnecken, die größten ihrer Art, leben bei Lea Spachowski und Dennis Lage im heimischen Wohnzimmer. © Julian Schäpertöns
Riesiges Medienecho

Schnecken-Züchter aus Dorsten sind am 1. August im NDR zu sehen

Durch die Berichterstattung der Dorstener Zeitung wurden viele TV-Sender auf die Schneckenzüchter aus Dorsten aufmerksam. Wir haben gefragt, was seit unserem ersten Besuch alles passiert ist.

Nachdem die Dorstener Zeitung im März über die beiden Schneckenzüchter Lea Spachowski und Dennis Lage berichtet hatte, war das Medienecho riesig. Mehrere TV-Sender drehten Beiträge über die beiden Dorstener und ihr schleimiges Hobby – und auch auf der Straße wurden sie schon öfters erkannt.

Fünf Monate nach unserem ersten Besuch haben wir die Schneckenzüchter nochmal getroffen und gefragt, was seitdem alles passiert ist. „Wir hätten das nicht für möglich gehalten und müssen uns selbst immer wieder kneifen“, berichtet der 29-jährige Dennis Lage. Der Bericht der Dorstener Zeitung schlug hohe Wellen.

Fernsehsender besuchten die Dorstener

RTL, WDR, ProSieben oder ZDF – sie alle besuchten die beiden Dorstener und die mittlerweile 3.000 Schnecken. Am Sonntag (1. August) sind Lea und Dennis bei „Kaum zu glauben“ im NDR zusehen oder später noch in der Mediathek (ab der 50. Minute). Und bei unserem Besuch am Freitag drehte ein Team des VOX-Haustiermagazins „hundkatzemaus“ in der Wohnung.

„Es hat sich so viel getan. Und das alles sind Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben“, sagt Dennis Lage. Schon öfters wurden sie mittlerweile auf ihr Hobby angesprochen – auch von wildfremden Menschen an der Käsetheke oder beim Terrarienkauf.

Dorstener besitzen 3.000 Schnecken

Auch in ihrer Schneckenzucht hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Dennis und Lea sind mit ihren schleimigen Freunden umgezogen und haben weitere Terrarien dazu gekauft. Waren es bei unserem ersten Besuch 2.500 Tiere, sind es heute um die 3.000. Dabei wurden bereits rund 1.000 Schnecken ausgewildert.

14 Arten sind mittlerweile bei Dennis und Lea in der Wohnung beheimatet – darunter auch die größte Landschneckenart der Welt, die Achatina Achatina. „Bei 20 Arten soll aber Schluss sein. Wir wollen die Tiere ja artgerecht halten“, sagt Dennis Lage.

Neben der Zucht und der Aufklärung über ihren Instagram-Account haben die beiden Dorstener auch eine eigene Schneckenfuttermischung auf den Markt gebracht. „Die Nachfrage ist sehr groß, weil man im Internet nicht viel findet“, erklärt Dennis Lage. Drei verschiedene Geschmacksrichtungen haben sie zusammengemixt.

Onlineshop ist in Planung

In Zukunft wollen sie ihre Produktpalette unter dem Namen „Schnecken Channel“ ausbauen und in einem Onlineshop Nahrungsergänzungsmittel, Sepiaschalen, Mandelbaumblätter oder Moos vertreiben – eben alles, was man als Schneckenzüchter so braucht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ich bin in Dorsten aufgewachsen und lebe seit einigen Jahren in Kirchhellen. Die Region kenne ich also von klein auf. Trotzdem entdecke ich durch meine Tätigkeit als Journalist immer wieder neues. Die lokale Berichterstattung finde ich spannend, weil ich dadurch viele nette Menschen kennenlernen darf und immer mitten im Geschehen bin. Als Fotograf ist mir dabei wichtig, meine Geschichten auch immer visuell ansprechend zu gestalten.
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Julian Schäpertöns

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