Die Kunstwerke von Brigitte Stüwe (links) sollen Vorbild werden für andere Verteilerkästen, die noch langweilig grau oder verschmiert durch Graffiti im Bereich der Dorstener Innenstadt stehen. © Klein/Montage: Grafik Westnews
Wir machen Mitte

Schaltkästen in der Innenstadt sollen künstlerisch verschönert werden

Das Stadtteilbüro hat ein Konzept erstellt, wie sich Stromkästen in der Innenstadt vom Dorsten mit Fördergeld verschönern lassen. Nicht das einzige spannende Thema bei der Mitte-Konferenz.

Die von der Künstlerin Brigitte Stüwe am Essener Tor gestalteten Strom-Schaltkästen kommen augenscheinlich gut an. So gut, dass Anlieger der Dorstener Altstadt im Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“ nachgefragt haben, was sie denn tun müssten, damit auch in ihrer Nachbarschaft die grauen Verteilerkästen verschönert werden.

Deshalb hat Henning Lagemann (technisches Stadtteilmanagement) ein Konzept erarbeitet, wie man Schaltschränke mithilfe von Zuschüssen aus dem Bürgerfonds umgestalten könnte. Die Ergebnisse stellte er nun auf der Corona-bedingt online veranstalteten Mitte-Konferenz vor.

In der Fußgängerzone und den unmittelbar angrenzenden Straßenbereichen sollen die Schaltschränke demzufolge farblich möglichst einheitlich daherkommen, um ein gutes Gesamtbild abzugeben. „Wünschenswert wäre, wenn die Malereien dazu einen Bezug zu dem jeweiligen Ort haben würden“, so Lagemann. Die finale Umsetzung sollen Künstler übernehmen, die von Auftraggebern ausgewählt werden.

Hoffen auf „Domino-Effekt“

Gut 40 solcher Schaltkästen gibt es in der und rund um die Fußgängerzone. „Wir hoffen auf einen Domino-Effekt“, so Lagemann. Schaltkästen, die außerhalb der zentralen Innenstadt verschönert werden sollen, seien frei in der Gestaltung.

Auch die von der Stadt geplanten Nachpflanzungen auf den gerodeten Wir-machen-Mitte-Bereichen am Kanal waren ein Thema der virtuellen Mitte-Konferenz. © Privat © Privat

Antragstellungen von Bürgern, Geschäftsleuten oder Einrichtungen sind ab sofort im Bürgerbüro möglich. Das Konzept könnte ab 2022 – wenn die „Mitte-Konferenz“ nach Ende des „Wir machen Mitte“-Stadtumbauprogramms als „normale“ Stadtteilkonferenz für die Altstadt umfirmiert wird – aus dem dann zuständigen städtischen Bürgerbudget fortgeführt werden.

Rund 29.000 Euro noch im Topf

Rund 29.000 Euro stehen voraussichtlich bis Ende 2021 noch im „Wir-machen-Mitte-Bürgerfonds“ für Projekte zur Verfügung. Die Gelder müssen in diesem Jahr ausgeben werden, sonst verfallen sie. Deswegen sollten Antragsteller auf den nächsten beiden Mitte-Konferenzen nur Projekte vorschlagen, die noch in 2021 verwirklicht werden können. Der Bürgerparkverein brachte in der Online-Konferenz ein Kunstprojekt ins Spiel, das auf dem Parkgelände geplant ist.

Im Bürgerpark soll im Frühjahr darüber diskutiert werden, wie der dann bürgerschaftlich organisierte Nachfolger namens „Altstadtkonferenz“ ab 2022 aussehen wird. Denn dann muss sich ein Team oder Sprechergremium finden, das die Konferenzarbeit vom Stadtteilbüro übernimmt.

Die virtuelle „Mittekonferenz“ mit ihren 50 Teilnehmern hatte viele Wortmeldungen. Das geplante Zeitfenster (90 Minuten) wurde deutlich überschritten. Besonders die Vorstellung der Nachpflanzungsarbeiten in den gerodeten „Wir-machen-Mitte“-Bereichen am Kanal und die Erläuterungen von Ute Lennartz-Lembeck zu ihrem „Tipi der Begegnung“-Projekt fanden viel Widerhall.

  • Im Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“ erhalten Interessierte, die ein Projekt aus dem Bürgerfonds gefördert haben möchten, eine Beratung und werden bei der Antragstellung unterstützt und begleitet: Gahlener Straße 9, 46282 Dorsten, Telefon 02362/21405-40, info@wirmachenmitte.de
  • Zwei Mitte-Konferenzen sind noch in diesem Jahr geplant (Termine und Orte unter Vorbehalt): 16. Juni (Mittwoch), 19 Uhr, Finkennest am Schölzbach (Freiluftveranstaltung), sowie am 13. Oktober, 19 Uhr, Treffpunkt Altstadt.
Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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