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Schacht Wulfen wird zum Industriepark Große Heide

dzVertrag unterzeichnet

Auf der ehemaligen Schachtanlage in Wulfen sollen sich in wenigen Jahren Industrieunternehmen ansiedeln. Stadt und RAG freuen sich, Anwohner in Wulfen sehen das womöglich kritischer.

Wulfen

, 13.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Aus der alten Fläche der Schachtanlage Wulfen 1/2 wird in den nächsten Jahren der „Industriepark Große Heide“ mit bis zu 300 Arbeitsplätzen. Einen entsprechenden städtebaulichen Vertrag über die Planung, Erschließung und Vermarktung des 30 Hektar großen Areals an der Bundesstraße 58 unterzeichneten am Donnerstag Bürgermeister Tobias Stockhoff und der Vorsitzende der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, Markus Masuth.

Schacht Wulfen wird zum Industriepark Große Heide

Einen städtebaulichen Vertrag unterzeichneten Bürgermeister Tobias Stockhoff (r.) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, Markus Masuth. © Stefan Diebäcker

Dorsten hat offensichtlich einen Wettlauf gegen andere Städte gewonnen. Industrieflächen sind rar in der Region, Masuth sprach deshalb von „neuer Wirtschaftskraft für Dorsten“. Interessenten für Grundstücke gibt es nach Ansicht von Windor-Geschäftsführer Josef Hadick reichlich. Deshalb haben sich Stadt und RAG Montan ehrgeizige Ziele gesetzt: Mit der Vermarktung soll in einem Jahr begonnen werden, ab 2021 könnte in Wulfen gebaut werden.

Industriepark liegt zwischen zwei Autobahnen

Der neue Industriepark liegt geografisch zwischen den Autobahnen 31 und 43, unmittelbare Nachbarn gibt es nicht. Was RAG Montan und Stadt als Standortvorteil werten, könnten Anwohner der B 58 in Wulfen womöglich kritischer sehen. Denn die Ausweisung des Areals für industrielle Nutzung schließt einen 24-stündigen Lieferverkehr ein - auch mitten durch den Ortsteil. Bei der Vergabe von Flächen soll keine Branche ausgeschlossen, produzierendes Gewerbe aber bevorzugt berücksichtigt werden, hieß es am Donnerstag.

Die Politik befasst sich in der kommenden Woche erstmals öffentlich mit den Plänen. Stadtbaurat Holger Lohse kündigte an, dass im Zuge des Bebauungsplanverfahrens auch Lärm- und Verkehrsbelastungen untersucht werden. Erste Entwürfe für den Bebauungsplan liegen bereits vor, Gutachten zu Schallschutz, Artenschutz, Umwelt und Verkehr sind in Arbeit.

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