Satirische Lesung im Bürgerpark führt von Westfalen bis ins Weltall

dzBürgerpark Dorsten

Nomalerweise sind die „Tintenhühner“ als Kabarett-Truppe unterwegs. Jetzt sorgten sie im Bürgerpark Dorsten mit einer satirischen Lesung für viel Spaß bei den Besuchern.

Dorsten

, 28.06.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Der Russe feiert oder er ist tieftraurig“, beschreibt „Knödelschorsch“ (Hans-Georg Karl) am Samstag bei der Lesung der Tintenhühner im Amphitheater des Bürgerpark Maria Lindenhof die Seelenlage der östlichsten Europäer: „Seine Seele hat die Form eines Weinglases, allerdings gefüllt mit Wodka.“

Satirische Züge

Da die Tintenhühner des Dorstener „Cornelia-Funke-Baumhauses“ meist im Bereich Kabarett unterwegs sind, hatte ihre erste Lesung auch unverkennbar satirische Züge. Auf ihrer literarischen Weltreise berichteten sie nicht nur über die Eigenheiten anderer Nationalitäten, sondern nahmen auch sich selbst (beziehungsweise die Deutschen, beziehungsweise die Westfalen) aufs Korn.

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Das Publikum amüsierte sich prächtig. Zum Beispiel bei Geschichten über die wohl im Erbgut liegende Unzufriedenheit des Deutschen, der im Urlaub denkt: „Was ist mit der Ostsee los? Am Strand ist es zu heiß, im Wasser zu kalt und versalzen ist sie auch.“

Durch „Tintenküken“ verstärkt

Es lasen sechs der eigentlich aus zehn Mitgliedern bestehenden Tintenhühner-Truppe: „Knödelschorsch“, Lambert Lütkenhorst, Lisa Ulfkotte, Klaus-Dieter Krause, Manfred Lauffs und Bertold Hanck. Verstärkt wurden sie durch „Tintenküken“ Anke Klapsing-Reich. Sie meint: „Die Schweden sind groß, blond und wohnen in einem Holzhaus. Sie reden nicht gern. Darum haben sie das Knäckebrot erfunden, das beim Verzehr eine Geräuschkulisse erzeugt, die der schwedischen Sprache sehr ähnelt.“

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Die literarische Weltreise begann in Australien, ging über Russland, Schweden, Frankreich, Brasilien, England, Argentinien, Westfalen ins Taka-Tuka-Land und endete im Weltall.

Entspannt und amüsant

„Es ist ein entspannter und amüsanter Abend hier im Amphitheater“, meinte eine Zuhörerin. Nach der kostenlosen Veranstaltung wurde für eine neue Tonanlage fürs Schaukelbaum-Team gesammelt, nachdem die alte Anlage gestohlen wurde. Schaukelbaum ist für die Veranstaltungen im Amphitheater verantwortlich. Bei der Lesung sprang der Dorstener Künstler Wayne Graves mit eigener Anlage ein und sorgte für „den guten Ton“.

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