Anfang Dezember ziehen die Schüler der Grünen Schule aus den Container-Klassen auf dem Schulhof in frisch sanierte Klassenzimmer. Die Sanierungsarbeiten an der Schule gehen aber weiter - wohl bis Sommer. © Guido Bludau
Grüne Schule

Sanierung dauert länger, aber Schüler können aus Containern ausziehen

Statt bis Ende 2020 wird die Grüne Schule wohl noch bis zu den nächsten Sommerferien saniert. Demnächst können die Schüler ihre engen, aber beheizten Containerklassen dennoch verlassen.

Schon im Sommer hatte sich angedeutet, dass die Sanierung der Grünen Schule nicht nur erheblich teurer wird als geplant, sondern insgesamt auch länger dauert. „Voraussichtlich bis zu den Sommerferien 2021“ würden die Arbeiten andauern, teilte die Stadt nun auf Nachfrage mit. Ursprünglich sollte mal bis Ende 2020 alles saniert sein.

Anfang Dezember steht für Schüler und Beschäftigte der Grünen Schule dennoch ein großer Schritt an. Dann geht es raus aus den Container-Klassen auf dem Schulhof und rein in den Gebäudeteil, der bereits saniert ist. Zurzeit werden noch insgesamt sechs Klassen in den Containern unterrichtet.

Bis zu 28 Kinder auf 53 Quadratmeter

53 Quadratmeter groß ist so ein Container. Bei Klassenstärken zwischen 24 und 28 Kindern kann es da schon mal ziemlich eng werden. „Ich selbst unterrichte eine 28er-Klasse und wir freuen uns alle sehr, wenn wir endlich wieder Platz haben“, sagt Schulleiterin Ulrike Goliath.

Zumindest frieren mussten die Kinder in den Containern nicht. Die Fertigbauklassen seien „super beheizt“, sagt Goliath. „Und sie lassen sich auch sehr gut Lüften, weil wir alle Fenster öffnen können.“

Der Umzug erstreckt sich über mehrere Tage: Zuerst ziehen die Klassen um, dann der OGS-Bereich in die Container und schließlich richtet sich auch die Schulverwaltung vorübergehend in den Containern ein. Schüler und Lehrer freuen sich derweil auf sanierte Klassenräume inklusive neuer Ausstattung: So erhält jeder Klassenraum zum Beispiel ein Whiteboard mit Beamer. „Wir sind dann eine kreidefreie Schule“, sagt Schulleiterin Goliath.

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (südlicher Gebäudeteil inklusive Pausenhalle) zum Dezember geht es am nördlichen Gebäudeteil weiter. Auch dort gibt es dann unter anderem ein neues Heizsystem, neue sanitäre Anlagen, neue Fenster plus Sonnenschutz sowie eine neue Beleuchtung und neue Bodenbeläge.

Scheckige Fassade ist genau so gewollt

Aber auch äußerlich wird sich etwas tun. Denn zur Sanierung der Grünen Schule gehört auch, dass die gesamte Fassade mal richtig grundgereinigt wird, damit die unterschiedlichen Grün-Töne wieder richtig zur Geltung kommen. Das Scheckige, auf das Ulrike Goliath teilweise bis heute angesprochen wird, ist übrigens volle Absicht: „Das ist damals genau so festgeschrieben worden“, erklärt die Schulleiterin. „Man wollte bewusst verschiedene Grün-Töne, weil auch das Grün in der Natur nicht einfarbig ist.“

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
Zur Autorenseite
Robert Wojtasik

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.