Lippefähre Baldur verabschiedet sich in den Winterschlaf

Lippefähre

Wenn die Tage kürzer werden und die Bäume ihr Laub abwerfen, ist es Zeit, die Lippefähre Baldur ins Winterquartier zu bringen. Im Frühjahr heißt es dann wieder: Baldur ahoi!

Dorsten

26.10.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lippefähre Baldur verabschiedet sich in den Winterschlaf

Am kommenden Dienstag rückt wie auf diesem Foto aus dem Vorjahr wieder ein Kran an, um die Lippefähre Baldur ins Winterquartier zu bringen. © privat

Ein Team des Lippeverbands um Gewässermeisterin Ina Bernds nimmt am Dienstag (29. Oktober) die Lippefähre Baldur an den Baggerhaken und bringt sie ins Winterquartier. Dann stehen Wartung und Pflege des zwei Tonnen schweren Lippe-Kreuzers an.

Mindestens 25.000 Menschen, schätzt Ina Bernds, seien in dieser Saison wieder per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer in Dorsten zum anderen gelangt. „Die Beliebtheit der Fähre ist ungebrochen und es ist toll, dass die Menschen die Lippe hier aus einer ganz anderen Perspektive erleben können“, so Ina Bernds.

O bis O – also von Ostern bis Oktober lautet die Eselsbrücke, mit der man sich die Saisonzeiten gut merken kann. In dieser Zeit überqueren die Fahrgäste in Dorsten per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen. Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, müssen die Baldur und auch ihre beiden Schwesternfähren des Lippeverbandes – die Maifisch in Haltern-Flaesheim und die Lupia in Hamm – vom Wasser.

80 Meter über die Lippe

Im April 2020 heißt es dann „Schiff ahoi!“, wenn Ina Bernds und ihr Team die „Baldur“ wieder zu Wasser lassen. Dann kurbeln sich Radfahrer und Spaziergänger wieder kostenlos über die Lippe, denn der kompakte Schwimmkörper wird auf diesem Wege an einer 80 Meter langen Metallkette über die Lippe gezogen.

Jetzt lesen

Die Fähre „Baldur“ in Dorsten war die erste Personenfähre des Lippeverbandes und quert seit 2005 die Lippe. 2013 legte der Lippeverband mit der Fähre „Lupia“ in Hamm-Oberwerries nach. Seit 2015 kann man mit der „Maifisch“ in Flaesheim die Lippe kreuzen.

Die Baldur ist nach der gleichnamigen Zeche benannt, die es in den 1920er-Jahren in Dorsten gab. Schon damals existierte eine Fährverbindung über die Lippe: Ein Fährmann ruderte vor und nach der Schicht Bergleute in einem Holzkahn über den Fluss.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt