RVR warnt: Kein Regen in Sicht und die Waldbrandgefahr steigt

dzWaldbrandgefahr

In der Coronazeit ist Spazierengehen das einzige, das vielen noch an Aktivität bleibt. Doch im Frühling herrscht Waldbrandgefahr. Vor allem Zigarettenkippen werden dann schnell gefährlich.

Dorsten

, 18.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel machen kann man derzeit nicht, daher gehen viele Menschen im Wald spazieren. Christian Pfeifer ist Revierförster in Dorsten und begrüßt das. Er findet, dass das einen schönen Nebeneffekt hat: „Dadurch, dass jetzt viele Menschen in den Wald gehen, lernen sie den Wald ganz neu kennen und wissen ihn dadurch auch mehr zu schätzen.“

Regionalverband Ruhr warnt vor Waldbrandgefahr

Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR) warnen allerdings vor erhöhter Waldbrandgefahr, dazu reiche schon eine achtlos weggeworfene Zigarette. Wegen der schon seit Wochen andauernden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in den Wäldern des RVR hoch. Und Regen ist nicht in Sicht.

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„Damit die Feuerwehr auch weiß wie sie vorgehen muss, wenn es zu einem Brand im Wald kommt, gibt es alle zwei Jahre eine Übung der Feuerwehr im Wald. Denn Hydranten, wie bei einem Hausbrand, gibt es im Wald nicht“, sagt Christian Pfeifer. Die Waldbrandgefahr liegt laut Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes derzeit im mittleren Bereich.

Frühjahr ist besonders kritische Zeit

Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW weist auf ihrer Homepage auf die aktuelle Trockenheit in den Wäldern hin: „In unseren Breiten ist das Frühjahr mit den Monaten April und Mai die waldbrandgefährlichste Jahreszeit, da die abgestorbene Bodenvegetation des Vorjahres leicht entflammbar ist. Rund zwei Drittel aller Waldbrände entfallen auf diese besonders kritische Zeit.“

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Die drei Feuerwachtürme des RVR in der Haard sowie in der Hohen Mark sind besetzt. Damit im Fall der Fälle die Feuerwehr schnell zur Brandstelle gelangt, weist der RVR darauf hin, dass die Zufahrten zum Wald nicht zugeparkt werden dürfen. Brände sollen der Feuerwehr unter 112 gemeldet werden, als Orientierung können die Rettungspunkte im Wald dienen. „Diese sind meist mit Hinweistafeln gekennzeichnet und mit den Koordinaten des Standortes versehen“, sagt Christian Pfeifer.

Verhaltensregeln im Wald

Damit keine Einsätze notwendig werden, ist es wichtig, dass Spaziergänger die grundsätzlichen Verhaltensregeln im Wald einhalten:

  • Das Rauchen ist vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten.
  • Dasselbe gilt für offenes Feuer sowie Grillen im Wald. Beides ist generell ausschließlich an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt und während der Corona-Pandemie sowieso verboten.
  • Autos sollten nicht am Waldrand geparkt werden sondern auf Parkplätzen, denn heiße Katalysatoren und Auspuffe können an trockenem Gras Feuer auslösen.

Besonders waldbrandgefährdet sind laut Angaben des RVR die Haard und die Hohe Mark im Kreis Recklinghausen sowie die Üfter Mark im Kreis Wesel mit ihren großen Kiefernbeständen und den oft sandigen Böden.

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