Baumaßnahme

Rodungsarbeiten machen den Weg frei für Industriepark Große Heide

Die Rodungsarbeiten auf der ehemaligen Zechenfläche in Wulfen sind beendet, der Industriepark Große Heide rückt damit ein Stück näher. Es sollen bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen.
Die Rodungsarbeiten auf der ehemaligen Zechenfläche in Wulfen sind beendet. © Guido Bludau

Ein gut sichtbares Zeichen setzten jetzt erste Arbeiten auf dem zukünftigen Industrieparkgelände Große Heide. Die ehemaligen Zechenflächen von Schacht Wulfen 1/2 an der B 58 mit dem insgesamt 31,8 Hektar großen Areal wurden jetzt durch eine Fachfirma komplett gerodet.

Alle Bäume und Sträucher wurden zurückgeschnitten und so wurde Platz für den Ausbau des Geländes geschaffen. Zuvor waren alle hier gelagerten Großröhren für die Zeelink-Gaspipeline verschwunden, die schon seit Sommer 2018 einen Großteil der Fläche einnahmen.

Die Stadt Dorsten hat mit der RAG Montan Immobilien GmbH einen städtebaulichen Vertrag unterzeichnen. Es sollen bis zu 300 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Fläche hat große Bedeutung für die jüngere Geschichte der Stadt Dorsten. Hier wurde in den Jahren 1958 und 1959 ein neues Bergwerk abgeteuft. Der damalige Wirtschaftsminister und Vizekanzler Ludwig Erhard war in den Gründungstagen zu einer Feierstunde zu Gast und bleibt bis heute der hochrangigste Politiker, der jemals die Stadt Dorsten besucht hat.

Für die erwarteten bis zu 5.000 Kumpel wurde Barkenberg, die „Neue Stadt Wulfen“, geplant. Sie war für bis zu 50.000 Einwohner vorgesehen und wurde ab 1967 auch gebaut.

Das Bergwerk und die „neue“ Stadt wurden allerdings nicht groß. Der Schacht Wulfen wurde 1970 mit der Schachtanlage Fürst Leopold in Hervest zusammengelegt. Barkenberg hatte in der Spitze rund 13.000 Einwohner, die Planung wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren dieser Entwicklung angepasst.

Nach dem Ende der Steinkohle-Förderung auf Fürst Leopold im Jahre 2001 wurde der Schacht Wulfen 2002/2003 zurückgebaut. Die Entwicklung des ehemaligen Bergwerksareals zum Industriepark soll der Stadt Dorsten nun wieder neue Wirtschaftskraft und neue Arbeitsplätze bringen.

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