Rhader formulierten 100 Wünsche für ihr Dorf

Zukunftswerkstatt

Um die Zukunft des Stadtteils Rhade ging es in der "Auftaktveranstaltung Zukunftswerkstatt Rahmenplanung Rhade". Etwa 30 Bürger waren ins Pfarrzentrum der St. Ewald-Kirche gekommen, um zusammen mit der Verwaltung und den Politikern die Ziele für den Ortsteil zu konkretisieren.

RHADE

von Von Werner Wenig

, 25.11.2010, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dazu wurden von den anwesenden Bürgern Arbeitsgruppen für die Bereiche Verkehr, Stadtteilentwicklung, Wirtschaft, Freiraum sowie Bildung und Soziales gebildet, die sich an die Aussage von Bürgermeister Lütkenhorst hielten: "Planer denken visionär, wir dürfen unkonventionell in die Zukunft denken." Im Ergebnis wurden nach eifriger Diskussion fast 100 Wünsche und Anregungen formuliert, die anschließend dem so genannten "Siebener-Kreis" übermittelt werden, einer Arbeitsgruppe des Rates, die gemäß politischem Proporz zusammengesetzt ist. Dieser Arbeitskreis kann "gegebenenfalls themenbezogen Bürger mit Sachkunde hinzuziehen"."WinDor macht nicht genug"

So wünschte sich der Arbeitskreis Wirtschaft eine Überarbeitung des Tourismuskonzeptes. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang das "fehlende Engagement" von WinDor, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Dorsten. "WinDor kümmert sich um Vieles, aber nicht um Rhade", wurden die Bürger deutlich.

Sorge bereitet die ärztliche Versorgung. Eine Verbesserung sei dringend erforderlich. Dazu sollten Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe geführt werden. Im Fokus des Interesses steht auch der historische Dorfkern. "Rhade ist nicht ein beliebiges Dorf", hieß es. Neubauten im Dorfkern sollten unbedingt mit denkmalgeschützten Gebäuden harmonieren. Kritisiert wurde die "Vermüllung der Landschaft."Leerstand bereitet Sorgen 

Besonders der schlechte Zustand des Mühlenteiches wurde am Mittwochabend bedauert. Mit der Wiederherstellung des Teiches solle man aber "nicht übertreiben, denn das würde zu viele Besucher anziehen". Natürlich macht auch der Leerstand im Einzelhandel Sorgen, besonders im Zusammenhang mit der wünschenswerten Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Als Vision wünscht man sich das "Mehrgenerationendorf Rhade".

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