Recyclingpark wird überwacht

DORSTEN In der alten Zechen-Rundhalle geht's immer noch nicht richtig rund. Obwohl es schon Anfang 2007 hieß, dass dort "in Kürze" Pellets produziert würden und dazu eine Biogas-Anlage errichtet werde.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 04.07.2008, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Beide Vorhaben sind unseres Wissens nach wie vor aktuell", war zum Stand der Dinge aus dem Rathaus zu erfahren, "aber wenn wir nachfragen, lautet die Auskunft stets: Die Maßnahmen beginnen in Kürze." Derzeit, so die Stadt, werde auf dem Gelände lediglich Holz der verschiedensten Art gesammelt, geschreddert und dann zu Kraftwerken transportiert.

Gehörige Skepsis

Anwohner beobachten die Vorgänge mit Skepsis und einer gehörigen Portion Misstrauen: "Wir haben den Eindruck, dass dort Holz mit ganz unterschiedlichem Belastungsgrad zwar getrennt angeliefert wird, sich dann aber auf einem großen Haufen wiederfindet. Außerdem sind offenbar fast täglich Behörden-Kontrolleure vor Ort - da fragt man sich, ob tatsächlich alles mit rechten Dingen zugeht."

Das tut es. Zumindest nach Aussagen der Bezirksregierung Münster. Denn deren Mitarbeiter - das frühere Staatliche Umweltamt in Herten ist heute Nebenstelle der Bezirksregierung - sind Dauergäste im Recylingpark und überwachen vor Ort die Einhaltung aller Auflagen. "Nachdem es dort mehrfach gebrannt hatte, haben wir die Anweisung erteilt, dass die brennbaren Abfälle außerhalb in einem Bereich gelagert werden, wo ein Brand nur geringen Schaden anrichten kann", teilte ein Sprecher der Behörde mit. 1400 Tonnen seien bereits entfernt worden, der Rest werde in den nächsten Wochen abtransportiert.

An der Genehmigung, dass dort unter bestimmten Vorgaben mit Hilfe einer Biogasanlage Pellets hergestellt werden sollen, habe sich nichts geändert.

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