Radtouristik hatte zwar nicht mit dem Wetter, aber mit Schilderdieben zu kämpfen

Radsport

Mit Starkregen und heftigen Wind hatten die Verantwortlichen der Radtouristik gerechnet, doch hat ein altbekanntes Problem aus den Vorjahren zu noch mehr Ärger unter den Radfahrern geführt.

Hervest

, 29.04.2019, 13:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Radtouristik hatte zwar nicht mit dem Wetter, aber mit Schilderdieben zu kämpfen

Aus Duisburg und von noch weiter weg kamen die Rad-Enthusiasten nach Dorsten zur Radtouristik. © Kevin Kallenbach

Zum 35. Mal hieß es am Sonntag (28. April) rauf aufs Rad und einmal „rund um Dorsten.“ Denn mit der vom Radsportclub Dorsten (RSC) organisierten Tour der Radtouristik ging es sowohl für Radsportler als auch Hobby-Fahrer in einer von drei unterschiedlich langen Strecken von Dorsten bis maximal kurz vor Coesfeld und wieder zurück.

Dorstener Umland erleben

Hier konnten die teils auch von weiter weg angereisten Radfahrer einen guten Eindruck von der Natur im Umkreis bekommen, ging doch ein Großteil der Touren durchs Grüne.

Über die Zahl der Teilnehmer konnte sich Uwe Kähler, 1. Vorsitzender des RSC, nur teilweise freuen: „In Anbetracht des Wetters hätte man durchaus mit mehr Teilnehmern rechnen können.“

Radtouristik bei schlechtem Wetter erwartet

Da die Wetterprognosen für den Tag jedoch heftigen Regen und starken Wind vorausgesagt hatten - das denkbar schlechteste Radfahrwetter - sei die dreistellige Teilnehmerzahl schon beachtlich.

In Erwartung des schlechten Wetters habe man deswegen auch die längste der vier Routen mit 150 Kilometern Länge gestrichen. Man nahm an, dass sich niemand bei Starkregen darauf einlassen würde.

Spaßvögel stahlen Beschilderung

Die Fahrer indes hatten mit ganz anderen Problemen auf der Strecke zu kämpfen. Wie jedes Jahr erlaubten sich einige Spaßvögel auch dieses Mal wieder den Scherz, die Streckenbeschilderung zu verdrehen oder gleich ganz zu stehlen.

„Für die richtigen Rad-Profis ist das halb so schlimm“, so Kähler. „Die haben sich meistens bereits im Vorfeld die Route auf ihr Fahrradnavi runtergeladen. Richtig ärgerlich ist das eher für Hobbyfahrer. Die landen dann irgendwo im nirgendwo.“

RSC geht auf Patrouille

So waren auch regelmäßig Mitglieder von Kählers Team - bestehend aus

Mitgliedern des RSC, Familie und Freunden - auf Patrouille, um nach den Schildern zu schauen. „Natürlich können wir nicht das gesamte Gebiet abdecken, dafür ist es zu groß“, meinte Kähler.

Gerade die Rad-Enthusiasten mit längerem Anreiseweg, die die Problematik nicht kennen, waren daher auch nicht sehr von der Strecke begeistert. „Furchtbare Beschilderung“, meinte etwa ein Teilnehmer. „Dafür war die Route sehr schön“, ergänzte seine Partnerin. „Und so schlimm war die Beschilderung jetzt auch nicht. Wir sind ja angekommen.“

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