So sah es 2018 während der WM am Stadtstrand aus - in der Pandemie undenkbar. In Gaststätten und Biergärten darf aber gemeinsam Fußball geguckt werden. © Guido Bludau (A)
Fußball-EM

Public Viewing in Dorsten: Gaststätte statt Großleinwand im Freien

Große Public-Viewing-Events zur Fußball-EM wird es in Dorsten nicht geben. Geguckt wird dennoch gemeinsam - vornehmlich in den Innenbereichen der Gaststätten.

Der Dorstener Stadtstrand auf dem Platz der Deutschen Einheit war vor drei Jahren ein Publikumsmagnet. Teilweise verfolgten mehr als 1.000 Menschen gemeinsam die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft, die für die deutsche Nationalmannschaft allerdings schon nach der Vorrunde beendet war.

In diesem Jahr wird es wohl keine größeren Public-Viewing-Veranstaltungen in Dorsten geben. Zumindest sind bis Mittwoch (9.6.) noch keinerlei Anträge bei der Stadtverwaltung eingegangen. Das Rudelgucken findet stattdessen in abgespeckter Form in den Gaststätten statt, die in Dorsten passenderweise zum EM-Eröffnungsspiel am Freitag (11.6.) auch die Innenbereiche wieder öffnen dürfen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten weiterhin. Einen negativen Test brauchen die Gäste für die Innenbereiche nicht, sofern auch die Landesinzidenz unter 35 liegt. Am Mittwoch (9.6.) lag der Wert bei 23,2.

Außengastronomie darf bis 24 Uhr Spiele zeigen

In der Außengastronomie sind Fußballübertragungen grundsätzlich bis 24 Uhr möglich, wie das NRW-Umweltministerium mitteilte. Die letzten EM-Spiele während der Vorrunde werden um 21 Uhr angepfiffen. Eigentlich gilt der Schutz der Nachtruhe ab 22 Uhr. Das Landes-Immissionsschutzgesetz sehe laut Ministerium aber „eine entsprechende Lockerung für die Außengastronomie vor.“ Die konkreten Entscheidungen trifft das Ordnungsamt vor Ort.

„Wir müssen in jedem Einzelfall prüfen und abwägen, ob die hiermit verbundene Lärmbelästigung der Anwohner vertretbar ist“, sagt Stadtsprecher Christoph Winkel. Anfragen von Gastronomen habe es bislang nicht gegeben.

In Kösters Bierstuben in Lembeck gibt es EM-Fußball nur im Innenbereich. Die Regeln einzuhalten, sei kein Problem, sagt Wirt Dirk Homfeldt. „Wir haben sogar drei Meter Abstand zwischen den Tischen.“ Homfeldt hat außerdem extra zwei Luftreinigungsgeräte angeschafft.

Auch im Altstadt Pub an der Recklinghäuser Straße freut man sich aufs gemeinsame Fußballgucken mit den Gästen. Geguckt wird drinnen und im Sitzen, auch auf der Kegelbahn gibt es einen Fernseher. „Wenn es zu voll wird, müssen wir Gäste leider zurückweisen“, sagt Gedikli. „Das liegt ja nicht in unserer Hand.“

„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“

Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft zeigt auch die Gaststätte Mühleneck in Holsterhausen. Ebenfalls nur im Innenbereich auf einer Leinwand. Wer kommt, der kommt, eine Reservierung ist nicht nötig. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Betreiber Omer Topcegic.

Sie zeigen auch EM-Spiele? Dann schicken Sie uns eine kurze Mail mit den wichtigsten Infos (innen und/oder außen, Reservierungen, alle Spiele oder nur Deutschland) an redaktion@dorstenerzeitung.de und wir veröffentlichen bald eine Übersicht.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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