Preise für Weihnachtsbäume steigen trotz Dürre nur leicht

dzWeihnachtsbäume

Auf das Geschäft mit dem Weihnachtsbaum hat dieses Jahr mit dem extremen Wetter wenig Auswirkungen. Damit Weihnachten nicht frühzeitig vernadelt wird, sind ein paar Tipps zu beachten.

Dorsten

, 03.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Zwischen 1,50 und 2 Meter groß, gleichmäßig geformt und dezent duftend – so stellen sich viele den idealen Weihnachtsbaum vor. Bis zu 25 Millionen Nadelbäume stehen jedes Jahr an Heiligabend in deutschen Wohnzimmern. Der Absatz ist laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) seit Jahren stabil. Und die Käufer können aufatmen: Auch im Jahr des Extremwetters steigen die Preise nur leicht.

Fachleute gehen von einer Steigerung von 50 Cent bis zu 1 Euro pro laufendem Meter aus. Jeder Meter der hierzulande beliebten Nordmanntanne kostet laut SDW in diesem Jahr im Schnitt 18 bis 24 Euro. Auch der Regionalverband Ruhr (RVR) hebt die Preise an - die Steigerung fällt mit 2 Euro pro Meter sogar vergleichsweise happig aus. Allerdings liegt die Nordmanntanne vom RVR mit jetzt 17 Euro pro Meter immer noch unter dem bundesweiten Durchschnittspreis.

Baumverkauf des RVR am 8. Dezember auf Hof Punsmann

Am 8. Dezember bieten die Ranger des RVR auf dem Hof Punsmann, Im Höltken 9, von 10 bis 17 Uhr Weihnachtsbäume aus der Region an. Die frisch geschlagenen Bäume stammen aus der Haard und aus dem Sauerland. Angeboten werden Nordmanntannen, Rot- und Blaufichten sowie Schwarzkiefern. „Alle aus ökologischem Anbau“, versichert Manuela Ortenstein vom Team Waldbewirtschaftung Ost des RVR Ruhr Grün. „Wir verwenden keine Chemie.“

Die Bäume auf den RVR-Flächen hätten die Stürme und Trockenheit dieses Jahres einigermaßen gut verkraftet, sagt Ortenstein. „Im Sauerland gibt es da schon dramatischere Ausfälle. Unseren kleineren Fichten geht‘s in der Tat noch sehr gut, die Altbäume haben aber Probleme.“

Nordmanntanne, Fichte oder Kiefer?

Bei der Wahl des Weihnachtsbaums setzen die meisten Deutschen auf die Nordmanntanne. Sie ist der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen und zeichnet sich durch feste Nadeln, sattes Grün und eine gleichmäßige Wuchsform aus. Weil es gerne mal 15 Jahre dauern kann, bis eine Nordmanntanne Zimmerhöhe erreicht, ist sie aber auch vergleichsweise teuer.

Preiswerter sind zum Beispiel Fichten. Der RVR verkauft Rot- und Blaufichten am kommenden Samstag (8. Dezember) für 12 Euro pro Meter. „Fichten sind pieksiger als andere Weihnachtsbäume, dafür duften die Nadeln aber herrlich nach Wald“, sagt Manuela Ortenstein.

Der Exot unter den Weihnachtsbäumen ist die Schwarzkiefer (14 Euro beim RVR). Die auffällige Form mit teilweise fast senkrecht wachsenden Zweigen ist ein Hingucker, macht es aber auch nicht ganz einfach, den Baum zu schmücken. Dafür bleibt die Kiefer in der Wohnung lange frisch.

Regelmäßig das Wasser kontrollieren

Nach dem Kauf sollte man den Weihnachtsbaum zunächst ein oder zwei Tage auf der Terrasse, dem Balkon oder in der Garage ruhen lassen, empfiehlt Manuela Ortenstein. „Dann kann man ihn reinholen, langsam an die Wärme gewöhnen und schon mal auspacken.“ Mit dem Schmuck sollte man einen Tag warten, damit der Baum sich richten kann.

Und ganz wichtig: Der Baum sollte immer im Wasser stehen. „Das wird von Kunden am häufigsten unterschätzt“, sagt Manuela Ortenstein. „Man muss alle ein bis zwei Tage kontrollieren, ob noch genug Wasser da ist.“ Dann steht wohligen Weihnachten im eigenen Wohnzimmer nichts mehr im Wege.

  • Der RVR bietet am Samstag (8. Dezember) von 10 bis 17 Uhr auf dem Hof Punsmann, Im Höltken 9, Weihnachtsbäume und Holz-Deko an.
  • Verkauft werden 120 handverlesene und frisch geschlagene Bäume aus der Region.
  • Es gibt Waffeln, Würsten und Punsch. Kinder können am Lagerfeuer Stockbrot backen.
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