Präsidentschaftswahlen - Interesse hielt sich in Grenzen

1071 Dorstener waren wahlberechtigt

1071 über 18-jährige türkische Mitbürger in Dorsten mit türkischem beziehungsweise türkischem und deutschem Pass hatten am Sonntag die Wahl, einen neuen Staatspräsidenten für ihr Heimatland zu nominieren. In Dorsten hielt sich das Interesse aber in Grenzen.

Dorsten

, 12.08.2014, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Aber“, so glaubt Kocatürk festgestellt zu haben, „die politische Situation in der Türkei wird überwiegend von den türkischen Mitbürgern der ersten Generation mit Interesse verfolgt. Die Nachfolgegenerationen der Einwanderer haben den Wahlausgang nur am Rande registriert“, zieht Kocatürk Bilanz. Er selbst hat keinen türkischen Pass, sondern einen deutschen. Kocatürk hielt sich zurzeit der Präsidentschaftswahlen im Herkunftsland seiner Eltern auf, wo er einen zweiwöchigen Urlaub verbrachte. Türkische Mitbürger in Deutschland oder solche mit einer doppelten Staatsbürgerschaft hätten bei uns jedenfalls die Möglichkeit, an Wahlen in ihrem Herkunftsland teilzunehmen. So besteht die Möglichkeit, sich vom nächstgelegenen Konsulat – in Dorsten ist das Essen – die Wahlunterlagen zuschicken zu lassen. Als Service wurde für interessierte Wähler aus türkischen Kreisen in Essen ein Wahllokal in der Messe Essen eingerichtet. Trotz alledem war die Wahlbeteiligung der in Deutschland lebenden Türken laut türkischer Zeitung Hürryiyet gering: Von ihrer Wahlberechtigung machten lediglich fünf Prozent der hier lebenden Wähler Gebrauch.

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