Positive Signale aus den Mercaden - So geht es mit dem Einkaufscenter weiter

dzMercaden Dorsten

Der Umbau der Mercaden macht sich offenbar schon bezahlt. „Hervorragend“ nennt das Centermanagement die aktuelle Kunden- und Besucherfrequenz. Aber es bleibt noch einiges zu tun.

Dorsten

, 15.01.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Rolltreppe verlegt und vergrößert, das Licht - und Farbkonzept verändert, einen neuen Lichthof geschaffen - pünktlich zum Weihnachtsgeschäft war die erste mehrmonatige Umbauphase in den Mercaden beendet worden. Die millionenschwere „Repositionierung“ am Westwall findet offenbar schon Anklang, obwohl sie noch nicht abgeschlossen ist.

Kunden- und Besucherfrequenz gesteigert

Aus Sicht von Helmut Koprian, Geschäftsführer der seit zwei Jahren fürs Centermanagement verantwortlichen Koprian IQ aus Hamburg, waren die Kunden- und Besucherfrequenzen im vierten Quartal 2019 „hervorragend“. Sie seien für mögliche neue Mieter und natürlich die Bestandsmieter ein Beleg, dass es in Dorsten weitergehe. Seit zwei Jahren stehen vor allem im Erdgeschoss viele Ladenlokale leer.

Im Oktober wurde laut Koprian die Frequenz um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert, im November sogar um 13,1 und im Dezember um 7,9 Prozent. Das hat wohl nicht nur mit dem Weihnachtsgeschäft zu tun. Denn in den ersten zehn Januartagen lag das Plus bei 5,7 Prozent.

„Durchschnittlich waren im vierten Quartal an Wochentagen zwischen 10.500 und 12.600 Menschen täglich in den Mercaden, an den Samstagen waren es zwischen 13.335 und 15.335 Kunden und Besucher“, freut sich Koprian. Er selbst hatte in der Vergangenheit von täglich 12.000 Besuchern gesprochen, die das Center durchschnittlich fürs benötigte Überleben mindestens benötige. An Spitzentagen im November und Dezember 2019 wurden sogar mehr als 16.000 Menschen gezählt.

Vermietung ist generell schwierig

„Natürlich haben diese sehr positiven Frequenzzahlen auch Auswirkungen auf die Umsatzzahlen der Bestandsmieter“, betont Koprian. Die Zahlen kennt der Firmenchef, wollte sie aber öffentlich nicht nennen. Er hofft mit seinem Team, dass sich diese Tendenz auch positiv auf die Nachvermietungsgespräche für die leeren Flächen in den Mercaden auswirkt.

Denn das sei ein schwieriges Geschäft und koste „viel Kraft, Geduld und Zeit. Das hat aber nicht speziell mit den Mercaden zu tun, sondern ist derzeit die Situation in ganz Deutschland.“ Eine Prognose, wann die ersten Ladenlokale vermietet sind, wagt Koprian deshalb nicht, aber das Interesse an den Mercaden sei deutlich gestiegen.

Positive Signale aus den Mercaden - So geht es mit dem Einkaufscenter weiter

Der Umbau des Food-Bereichs wird verschoben. © Stefan Diebäcker

Und es wird sich womöglich weiter steigern, wenn bis voraussichtlich Ostern Sitzmöbel und Bepflanzung komplettiert sind, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Dazu soll auch der Brunnen im Erdgeschoss beitragen; er wird im Juni und Juli gebaut.

Der Umbau des Food-Bereichs im Obergeschoss und die Abgrenzung zu den Pfandflaschen-Automaten und Einkaufswagen von Kaufland werden hingegen zurückgestellt, bis alle notwendigen Flächen „vertraglich verfügbar sind“.

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