Betrugsmasche

Polizei warnt: Senioren aus Hervest fallen auf Coronavirus-Masche herein

In Hervest ist am Dienstag ein älteres Paar auf Betrüger hereingefallen. Die Polizei im Kreis warnt vor einer neuen Masche, die mit der Angst vor dem Coronavirus spielt.
Betrüger nutzen zurzeit die Angst vieler Menschen vor dem Coronavirus. (Symbolbild) © dpa

Eine 81-Jährige bekam einen Anruf. Eine weibliche Stimme gab an, dass die Familie des Sohnes der Frau an Corona erkrankt sei und zur Behandlung dringend ein teures Medikament benötigt werde.

Zwischendurch schaltete sich auch ein angeblicher Arzt in das Telefonat ein, der die Dringlichkeit nochmal betonte. Nur durch das Medikament könne das Leben der Familie gerettet werden – das müsse allerdings eingeflogen und selbst bezahlt werden.

Angebliche Schwiegertochter weinte am Telefon

Um noch glaubwürdiger zu erscheinen und die Frau weiter unter Druck zu setzen, meldete sich auch die angebliche Schwiegertochter am Hörer, die stark weinte. Die Seniorin übergab daraufhin -und gleich zweimal – einen hohen Bargeldbetrag an der Haustür an einen unbekannten Mann.

Dem Lebensgefährten der Seniorin kam die ganze Sache zwar verdächtig vor, aber auch er rief nicht die Polizei.

Bank-Mitarbeiterin schöpfte Verdacht

Als die 81-Jährige erneut zur Bank ging, um weiteres Geld abzuholen, schöpfte eine Mitarbeiterin Verdacht und verständigte die Polizei. Eine dritte Übergabe – die offensichtlich geplant war – fand nicht mehr statt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich bei beiden Übergaben um den gleichen „Abholer“.

Personenbeschreibung liegt vor

Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 1,70 Meter groß, etwas „untersetzt“, kurze dunkle Haare. Er trug dunkle Kleidung und einen Mund-Nase-Schutz. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können: Tel. (0800) 2361111.

Betrüger sind erfinderisch und passen ihre Maschen aktuellen Situationen an.

Insbesondere ältere Menschen werden derzeit Opfer einer Abwandlung des Enkeltricks im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Polizei rät:

  • Sprechen Sie bitte auch mit Ihren Eltern oder Großeltern über Betrugsmaschen – und warnen Sie davor.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an Unbekannte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen. preis
  • Wenn Sie von erkrankten Angehörigen telefonisch kontaktiert werden, sollten bei Geldforderungen besonders misstrauisch werden.
  • Fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des Enkels, der Nichte usw. selbst zu nennen. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Namen zu erraten.
  • Wenn Sie Anrufer nicht sofort erkennen: Fragen Sie nach Dingen/Begebenheiten, die nur der echte Verwandte kennen kann.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Ihnen die Situation verdächtig erscheint.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.