Grünpatinnen sind auf der Palme: Diebe stahlen zwei Stechpalmen

dzPolizei ermittelt

Zwei Grünpatinnen sorgen am Himmelsberg für gepflegte Grünanlagen vor ihrem Wohnblock. Dreiste Diebe haben jetzt nachts zwei schwere Pflanzkübel weggeschleppt. Mitsamt zweier Palmen.

Wulfen-Barkenberg

, 28.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dreiste Diebe haben Anette Hilfing und Antje Grewer auf die Palme gebracht: „Montagnacht wurden bei uns am Himmelsberg zwei schwere Pflanzkübel mit zwei 1,70 Meter hohen Stechpalmen geklaut und abtransportiert.“ Die beiden offiziellen Grünpatinnen sorgen seit Monaten für ein gepflegtes und schönes Erscheinungsbild der Pflanzbeete und Grünflächen vor den sogenannten Papageienhäusern am Himmelsberg 8.

„Wir haben Blumenkästen mit bunten Blühpflanzen bestückt, auch vor Kellerfenstern kleine Pflanzkübel aufgestellt. Die Beete haben wir gepflegt, gemulcht und bepflanzt. Und auch die Grünflächen halten wir sauber. Zuletzt haben wir die beiden Stechpalmen als Augenweiden aufgestellt - und jetzt das.“

Grünpatin ist stinksauer über den Diebstahl

Antje Grewer ist stinksauer über den Diebstahl. Das sei nicht das erste Mal gewesen: „Halb Barkenberg hat sich bei uns vor der Haustür wohl selbst bedient“, mutmaßt sie. Denn zahlreiche Neuanpflanzungen seien umgehend wieder verschwunden. „Das nehme ich noch mit Galgenhumor. Dass aber jetzt die Stechpalmen weg sind, macht mich fassungslos“, so Grewer.

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Sie hat am Dienstagmorgen Anzeige wegen Diebstahls bei der Polizei erstattet. Die hat ihr geraten, die Augen offen zu halten, aber selbst nichts zu unternehmen, sollte sie ihre Pflanzkübel in einem anderen Garten im Umfeld entdecken. Die Kübel waren ganz schöne Brocken, nämlich an die 50 Kilogramm schwer: „Wir haben Steine eingefüllt, damit sie standsicher sind und natürlich jede Menge Erde, damit die Palmen gedeihen.“

Mieterinnen sind offiziell Grünpatinnen

Die Pflege der Beete ist den beiden Frauen vom Himmelsberg offiziell erlaubt. Sie haben von ihrer Vermieterin Velero das Einverständnis bekommen, dass sie die Pflege übernehmen dürfen. Die Stadt hat den Frauen die Abwassergebühren erlassen, damit sie das gepflegte Grün in trockenen Monaten ausreichend bewässern können. So wird das ehrenamtliche Engagement der Bewohnerinnen belohnt.

Nicht alle Nachbarn erkennen das an: „Manche fahren mit ihren Autos über die Grünflächen bis zu ihrer Haustür.“ Einigen Nachbarn ist der Einsatz der beiden Frauen wohl zu viel: „Vielen ist die gepflegte Anlage gleichgültig. Und sie meckern darüber, dass wir Wassergeld für die Beete vergeuden“, so Grewer bei einem früheren Besuch.

„Traurig“ und „krass“ finden Barkenberger das

Dass aber die Grünpflanzen ausgegraben und gestohlen werden und jetzt noch die beiden Pflanzkübel weg sind, schlägt dem Fass den Boden aus: „Traurig“, kommentiert eine Facebooknutzerin den Post von Antje Grewer. Eine andere schreibt einfach nur: „Krass“.

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