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Politiker sind sauer, weil der RVR nicht über den Entwurf des Regionalplans reden will

dzRegionalplan

Der Regionalverband Ruhr (RVR) will in Dorsten keine Diskussion über den Entwurf des umstrittenen Regionalplans führen. Die Entscheidung fällt 2020.

Dorsten

, 23.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Rund 4000 Einwendungen gegen den Entwurf des Regionalplans muss der Regionalverband Ruhr in den nächsten etwa eineinhalb Jahren bearbeiten. Eine lange Liste hat er auch aus Dorsten bekommen. Doch zu einem Gespräch vor Ort sind weder Referatsleiter Michael Bongartz noch Bereichsleiter Martin Tönnes bereit.

„Ich habe mit beiden telefoniert“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Schwane. „Es wurde darauf verwiesen, dass der Kreis Recklinghausen vor über einem Jahr ein solches Gespräch angeboten habe. In einzelne Städte ginge man nicht.“

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Der Entwurf des Regionalplans, der nach derzeitigem Stand im Herbst 2020 verabschiedet werden soll, sieht ein Gewerbegebiet vor ihrer Haustür vor.

„Wir sind in Dorsten über Parteigrenzen hinweg der Überzeugung, dass der vorliegende Entwurf des Regionalplans bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen sehr oft an den Bedürfnissen der Region vorbeigeht“, sagt Schwane. „Er lässt kaum Entwicklung für die Zukunft zu bzw. sieht vollkommen ungeeignete Flächen vor.“ Durch die künstliche Verknappung von Fläche bestehe die große Gefahr, dass Dorsten die eigene Planungshoheit genommen und die kommunale Selbstverwaltung ausgehöhlt werde.

Nur wenige Kilometer entfernt von Dorsten, im Münsterland, sieht der Regionalplan völlig anders aus. „Dort wird vielen kleineren Gemeinden oder Städten das Drei- bis Vierfache an Wohn- und Gewerbefläche zugestanden“, betont Schwane. Es sei deshalb nicht akzeptabel, dass sich die RVR-Verwaltung dem Gespräch mit den politisch Verantwortlichen vor Ort verweigere.

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