Petrinum-Schüler für Schweigeminute auf dem Marktplatz

Nach der Flugzeug-Katastrophe

Nach der Flugzeug-Katastrophe in den französischen Alpen, bei der u.a. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern ums Leben kamen, sind am Mittwoch die Mottotage an den beiden Dorstener Gymnasien abgesagt worden. Das Petrinum zeigte auch öffentlich Mitgefühl.

Dorsten

, 25.03.2015, 10:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Abiturienten des Gymnasium Petrinum haben zur Mittagszeit spontan eine Schweigeminute auf dem Marktplatz in der Altstadt organisiert. Mehrere Lehrer und weit über 100 Schüler, nicht nur aus dem Abi-Jahrgang, nahmen daran teil. „Wir wissen, dass wir keinerlei Hilfe geben können“, sagte die stellvertretende Stufensprecherin Elisabeth Deppermann, „aber wir wollten zumindest unsere Trauer und unser Mitgefühl mit den Hinterbliebenen ausdrücken.“

"Gefeiert wird heute nicht"

Wie an den beiden vorherigen Tagen waren die Abiturienten des Petrinums am Morgen verkleidet zur Schule gekommen. Doch in einer kurzfristig einberufenen Stufenversammlung war sich Schulleiter Wolfgang Gorniak mit den Schülern schnell einig: „Gefeiert wird am Petrinum heute nicht.“

Die allermeisten Schülerinnen und Schüler des Q2-Jahrgangs reagierten mit Verständnis, möchten aber am Donnerstag wieder feiern, wenn auch „gedämpft“. Sie werden ihre schwarzen Abi-Shirts tragen. Was am Freitag, dem letzten regulären Unterrichtstag der Abiturienten vor den Prüfungen nach den Osterferien, am Petrinum passiert, ist noch nicht geklärt. Aber in eingeschränkter Form darf dann wohl gefeiert werden.

Kondolenz-Zettel im Schulgebäude

Auch an St. Ursula waren die Abiturienten am Mittwochmorgen verkleidet gekommen. Aber Musik gab es nicht, Besuche und Klamauk in anderen Klassen auch nicht. „Die Stimmung war sehr gedrückt“, bestätigte eine Schülerin. Im ganzen Schulgebäude hingen Kondolenz-Zettel aus.

Es gab es Unterricht nach Plan, anschließend gingen die Abiturienten nach Hause. Mit der Schulleitung wurde aber besprochen, dass das nahende Ende der Schulzeit am Donnerstag und Freitag „angemessen gefeiert“ werden darf.

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