Personell "auf dem absoluten Minimum"

Stadtverwaltung

Die Umstrukturierung und Modernisierung der Stadtverwaltung hatte Bürgermeister Tobias Stockhoff als eines der wichtigsten Ziele seiner ersten Amtsperiode genannt. Gut 20 Monate später sagte er beim Stadtparteitag der CDU in der vergangenen Woche: "Eine Verwaltung ist ein großer Tanker. Da gibt es auch Stellen, da dauert es etwas länger, um sie zu verändern."

Dorsten

, 10.04.2016, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotzdem sieht sich der Bürgermeister auf einem guten Weg. Das neue Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt sei "sehr gut angenommen worden". Die Führungskompetenz der leitenden Mitarbeiter werde inzwischen "durch spezielle Angebote" gestärkt. Auch die Förderung junger Kräfte will Stockhoff forcieren. „Ihnen müssen wir eine Perspektive bieten. Aber leider ist das öffentliche Dienstrecht relativ starr. Da geht es immer nur nach Beurteilungen und um die Frage, wie gut die jungen Leute auf ihren bisherigen Stellen sind.“ Geeignete Mitarbeiter müssten jetzt schon unterstützt werden, damit sie die Leitungs- oder Führungskompetenz schon haben, wenn sie eines Tages Abteilungs- oder Amtsleiter werden können.

"Wettbewerb um die besten Köpfe"

"Es wird einen Wettbewerb geben um die besten Köpfe in öffentlichen Verwaltungen", prognostiziert der Bürgermeister. „Wir stellen jetzt schon fest, dass die Bewerbungssituation nicht mehr so ist, wie sie mal war.“ Das habe mit den finanziellen Bedingungen zu tun, aber auch mit den Arbeitsbedingungen in den Rathäusern. Personell sei die Stadtverwaltung inzwischen „auf dem absoluten Minimum angekommen“. Noch mehr Personalabbau ginge nicht. "Wir sind bei den Städten mit 60 000 bis 100 000 Einwohnern die schlankeste Verwaltung in ganz Nordrhein-Westfalen." Dass die Bürger dies an einigen Stellen spüren, wollte Stockhoff nicht in Abrede stellen. „Längere Wartezeiten, längere Bearbeitungszeiten – da müssen wir genau abwägen zwischen Bürgernähe und Einsparungen.“

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