Paul Lamb und Chad Strentz spielten Perlen des Blues im Vinylcafe

dzKonzert

Einer der weltweit besten Mundharmonika-Spieler gastierte am Dienstagabend im Vinylcafe: Paul Lamb. Mit dabei hatte er den Gitarristen und Sänger Chad Strentz - ein Konzert der Extraklasse.

Dorsten

, 08.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

I gave her all my money, I gave her all my love, then she pulled me down with another man.“ Dumm gelaufen! Aber so was kann halt passieren und es ist auch nicht weiter schlimm, wenn am Ende ein guter Blues-Song dabei herausspringt, der mit seiner ganzen Traurigkeit das Publikum bewegt. So wie am Dienstagabend im Vinylcafé in Dorsten-Hervest. Paul Lamb, der Bandleader von Paul Lamb & the King Snakes, präsentierte dort im Duo mit seinem langjährigen Sänger und Gitarristen Chad Strentz ein Blueskonzert der Extraklasse.

Die Karten für das Konzert waren schnell ausverkauft

„Die Karten fürs Konzert waren heiß begehrt und nach der Bekanntmachung des Auftritts hier schnell ausverkauft“, so Heinz-Bernd Töns, Inhaber des Vinylcafés. Kein Wunder: Mit ehrlicher und handgemachter Musik vertritt Paul Lamb die guten alten Traditionen des Blues, verbindet dabei geschickt verschiedene Einflüsse und serviert seinen ganz persönlichen Mix mit einer Leidenschaft, die sofort aufs Publikum überspringt.

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Dabei ist Paul Lamb selbst ein Gigant an der Blues-Harp und gehört zu den weltweit besten Mundharmonika-Spielern. Über die Jahre haben Paul Lamb und seine Begleitmusiker zahlreiche Preise gewonnen, eine Rekordzahl von Alben verkauft und sind in die British Blues Awards Hall of Fame aufgenommen worden, neben Legenden wie Eric Clapton.

Es war Musik zum Mitgehen

Mal rockig, mal funkig, mal mit stampfenden Beat – der Blues ließ sich aber nie verleugnen. So zog das Konzert die 42 Gäste in den Bann. Es war Musik zum Mitgehen, nie lahmarschig, aber auch nie hektisch – Paul Lamb und sein Extraklasse-Gitarrist und Sänger Chad Strentz trafen immer die Mitte. Mal drückten sie mit viel Zartgefühl auf die Tränendrüsen, mal holten sie mit voller Power das Publikum wieder aus den Träumen zurück. „Wenn man bedenkt, dass dort ein 65-Jähriger auf der Bühne rockt, freue ich mich auf ein rockiges Altern“, so ein Gast.

Viele Perlen des Blues

In den Texten ging es um die alltäglichen Dinge, den ganz normalen Blues: Die täglichen Sorgen, der Abend in der Bar, der traurige Abschied und immer wieder um das große Mysterium, dass alle Männer beschäftigt - die Frauen. Das Duo präsentierte sowohl Eigenkompositionen als auch bekannte Perlen des Blues. Bei der bluesigen Interpretation des eigentlichen Pop-Songs „The Games People Play“ von Joe South sang das Publikum mit. Kaum jemand, der mehr ruhig an den Tischen im Vinylcafe saß. Die Füße wippten, die Schultern zuckten, die Finger klopften im Takt auf die Tischplatte. So geht Tanzen in Corona-Zeiten.

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