Die Schilder auf dem Parkplatz des Hervester Aldi-Marktes stehen schon lange - allein von den angedrohten Sensoren fehlt noch jede Spur. © Manuela Hollstegge
Parken

Park-Sensoren am Hervester Aldi: So ist der Stand der Dinge

Seit über vier Monaten weisen Schilder am Hervester Aldi darauf hin, dass der Parkplatz von Sensoren überwacht wird. Autofahrer reagierten teils chaotisch. Doch die Panik kam zu früh.

Bereits im März hatte die Meldung, dass der Hervester Aldi-Parkplatz am Zechengelände bald mit Parksensoren überwacht wird und empfindliche Geldbußen für diejenigen drohen, die zu lange dort parken, einige Autofahrer in Panik versetzt. Doch die Panik kam viel zu früh – denn noch immer fehlt von den Sensoren jede Spur.

Doch das scheint einigen Autofahrern nicht aufgefallen sein – zumal die Hinweisschilder bereits aufgestellt wurden. Aus Angst vor einem „Knöllchen“ parkten einige Autofahrer die Feuerwehrstellfäche zu oder versuchten, die vermeintlichen Sensoren auf andere Art auszutricksen.

Eingerichtet werden die Sensoren von der Firma Safe Place. Diese hatte die Maßnahme zunächst für den 12. April, dann für den 31. Mai angekündigt. Jetzt ist es fast September – den Aldi-Parkplatz schmücken bislang jedoch immer noch nur die Hinweisschilder, nicht jedoch die Sensoren.

Park-Sensoren am Aldi sollen bald installiert werden

Auf Anfrage bei der zuständigen Firma Safe Place heißt es von Prokurist Fabian Bertelsmeier: „Wir werden die fehlenden Sensoren zeitnah installieren.“ Einen Grund für die Verzögerungen nannte er der Redaktion nicht.

Den Parkplatz am Zechengelände nutzen häufig nicht nur Discounter-Besucher, sondern auch Gäste des benachbarten Creativ-Quartiers Fürst Leopold. Das war auch der Grund, warum Aldi Nord Safe Place mit ins Boot geholt hat.

„Knöllchen“ für zu langes oder falsches Parken

Sollten die Sensoren endlich stehen, gilt: Wer länger als 60 Minuten dort parkt, bekommt ein „Knöllchen“ an den Scheibenwischer. Gleiches passiert laut Bertelsmeier auch, „wenn nicht innerhalb der markierten Parkbuchten geparkt wird und somit der Verkehrsfluss oder Rettungswege behindert werden.“ Belangt werden also auch Autofahrer, die ihren Wagen zwischen den Sensoren parken, um die Messung zu umgehen.

Kostenfaktor: 19,90 Euro. Aldi Nord betont jedoch, dass der Discounter mit der Überwachung kein Geld verdiene und auch nicht an den erhobenen Strafen beteiligt werde.

Bei nur kurzer Überschreitung der erlaubten Parkdauer zeige sich Safe Place kulant, betont der Prokurist: „Kunden, die von uns eine Vertragsstrafe bekommen haben, weil der Einkauf einfach länger gedauert hat, können sich in unserem Service-Center melden. Bei Vorlage eines zeitlich plausiblen Kassenbons wird die Vertragsstrafe unkompliziert storniert.“

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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