Opferschaf nicht bekommen - da rastet ein Mann auf einem Bauernhof aus

Gerichtsprozess

Eine Hofbesitzerin, ein Schlachter und ein Augenzeuge bekommen auf einem Bauernhof in Dorsten schmerzhaft die Wut eines 33-jährigen Mannes zu spüren: Jetzt fiel das Gerichtsurteil.

Dorsten

, 17.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mann wurde im Amtsgericht Dorsten verurteilt. (Symbolbild)

Der Mann wurde im Amtsgericht Dorsten verurteilt. (Symbolbild) © Privat

Er hatte im Sommer bei einem Landwirt im Dorstener Stadtteil Altendorf-Ulfkotte ein Schaf für die Schächtung zum muslimischen Opferfest vorbestellt. Doch wegen einer Terminverwirrung erschien der 33-jährige Bottroper im August 2018 einen Tag zu früh auf dem Bauernhof - das Schaf war da, aber noch nicht geschlachtet. Deswegen rastete der Mann komplett aus - mit schmerzhaften Folgen für die Hofbesitzerin und einen Augenzeugen, der ihr zu Hilfe eilen wollte.

Wegen Körperverletzung musste sich der Mann, der ein ellenlanges Vorstrafenregister aufweist und damals unter Bewährung stand, am Mittwoch erneut vor dem Dorstener Schöffengericht verantworten. Hatte er sich beim ersten Termin vor knapp einem Jahr noch mit Zeugen im Gerichtsaal gefetzt und wüste Beleidigungen ausgestoßen, so gab er sich diesmal lammfromm.

Schlimmste Beleidigungen

Damals habe er konstant unter Drogen gestanden, so der Angeklagte. Auch am Tattag in Dorsten. Der Angeklagte belegte die Hofbesitzerin mit schlimmsten Schimpfwörtern, schlug das Fenster des Kassenhäuschens zu, sodass sich die Frau den Finger einklemmte. Zwei Zeugen, die der Geschädigten helfen wollten, bekamen die Wut des Mannes zu spüren. Einem demolierte der Angeklagte das Handy, als der die Polizei rufen wollte, dem Schlachter des Hofes schlug er ins Gesicht. Urteil: ein Jahr Haft.

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