Open Grid informiert im Rhader Heimathaus über geplante Erdgasfernleitung „HeiDo“

Ergasfernleitung HeiDo

Die geplante Erdgasfernleitung „HeiDo“ beschäftigt die Bürger in Rhade weiterhin. Bei einer Infoveranstaltung im Heimathaus informierten Vertreter von Open Grid über den aktuellen Stand.

von Gregor Rößmann

Rhade

, 17.09.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Open Grid informiert im Rhader Heimathaus über geplante Erdgasfernleitung „HeiDo“

Dr. Lothar Hülse (l.) vom Vorstand des Rhader Heimatvereins begrüßte die Bürger und die Vertreter von Open Grid bei der Infoveranstaltung in Rhade. © Gregor Rößmann

Anwohner in Rhade sind weiter in Sorge wegen der geplanten Erdgasfernleitung „HeiDo“. Warum man am Wohngebiet Kaltenbach teilweise bis an die Grundstücksgrenzen einiger Anwohner gehe, obwohl eine gerade Trassenführung durch ein benachbartes Waldgebiet möglich sei, wollte ein betroffener Anlieger am Montagabend beim Info-Abend im Rhader Heimathaus von den Open-Grid-Vertretern wissen.

Man müsse auch den Naturschutz berücksichtigen, erwiderte ein Umweltplaner von Open Grid. Der ebenfalls anwesende Waldbesitzer Ferdinand Graf von Merveldt signalisierte an dieser Stelle Kooperationsbereitschaft mit den Planern bei einer Trassenführung durch seinen Wald. HeiDo-Projektleiter André Graßmann kündigte an, diese neue Informationen in die weiteren Überlegungen einzubeziehen.

Open Grid plant, bis Ende November den Antrag für das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Münster zu stellen. Die Unterlagen werden dann auch unter anderem für vier Wochen im Dorstener Rathaus offengelegt und es folgt eine vierwöchige Einwendungsfrist.

Zum Januar 2021 erwartet Open Grid nach aktuellem Stand den Planfeststellungsbeschluss, der dann zehn Jahre Gültigkeit habe. Der erste Spatenstich soll im Februar 2021 erfolgen. Über das laufende Prozedere will Open Grid weiterhin informieren.

Der Info-Abend im Heimathaus ging in ruhigem Dialog über die Bühne. Rund 30 Bürger waren gekommen - und kamen zunächst gar nicht dazu, viele Fragen zu stellen. Denn diese lieferten die Vertreter von Open Grid mit passenden Antworten gleich mit. Man hatte eine ausführliche Präsentation vorbereitet, deren Inhalt zunächst verdaut werden sollte.

Open Grid will im Dialog bleiben und nach Lösungen suchen

Wichtig sei es, dass man im Dialog bleibe und tragbare Lösungen finde, betonte Projektleiter Graßmann. Neben ihm waren auch Planer und Techniker anwesend, die im Gespräch mit Bürgern viele Einzelheiten rund ums Planungsverfahren und zur Sicherheit der Pipeline ausführten.

Die Kapazität der Pipeline wurde von der Bundesnetzagentur durch überschlagene, prognostizierte Bedarfe ermittelt und soll die Versorgungssicherheit des Dorstener Umfelds für die kommenden Jahrzehnte sicherstellen. Die geplante Erdgasfernleitung „HeiDo“ wird an die Zeelink-Pipeline in Heiden angeschlossen und soll über ca. 18 km bei einem Auslegungsdruck von bis zu 100 bar größtenteils unterirdisch durch Dorstens nördliche Stadtgebiete verlaufen.

Für betroffene Landwirte, Wald- und Grundstückseigentümer werden entsprechende Entschädigungsmodelle vorgehalten und bei der Trassenplanung sind Naturschutzgebiete und vorhandene Wohngebiete möglichst umfänglich zu berücksichtigen. Leider, so die Planer, seien Schnittpunkte trotzdem nicht immer auszuschließen, wobei ausreichend Abstand und ein Schutzstreifen von vier Metern zu beiden Seiten der Pipeline sichergestellt sein müsse.

Die Leitungen werden regelmäßig kontrolliert und sind für den fast doppelten Druck ausgelegt. Durch hochwertige Materialien sind sie sehr wartungsarm und sämtliche Bauausführungen werden von unabhängigen Sachverständigen geprüft. Die Arbeiten werden von Subunternehmern geleitstet und von der Betreibergesellschaft überwacht.

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