Open-Grid-Ferngasleitung: Die letzte Runde wird eingeläutet

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Die geplante Open-Grid-Ferngasleitung weckt in Teilen der Dorstener Bevölkerung Ängste. Die Bezirksregierung lädt nun noch mal alle Beteiligten zum Gespräch hinter verschlossenen Türen ein.

von Dorstener Zeitung

Dorsten

, 27.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bezirksregierung Münster hat im Planfeststellungsverfahren für die Errichtung und den Betrieb der geplanten Gastransportleitung Heiden – Dorsten „HeiDo“ und der Gasdruckregel- und Messanlage (GDRM-Anlage) Heiden-Borken, Stationen Marbeck und Dorsten, den Erörterungstermin festgesetzt. Der Termin findet vom 17. bis 20. August 2020 in der Westmünsterlandhalle in Heiden (Am Sportzentrum 7, 46359 Heiden) statt.

Während des Erörterungstermins werden im Planfeststellungsverfahren vor der Entscheidung über die beantragte Zulassung des Vorhabens „alle entscheidungserheblichen Abwägungskriterien und Einwendungen aktuell und ergebnisoffen geprüft und die Beteiligten erneut angehört“, erklärt die Bezirksregierung Münster in einer Mitteilung an die Presse.

Zunächst sind die Träger öffentlicher Belange dran

„Zu Beginn jedes Tages erfolgt eine allgemeine Information über das Planfeststellungsverfahren und den Erörterungstermin. Im Anschluss wird die Planung von der Vorhabenträgerin, der Open Grid Europe GmbH, vorgestellt“, so die Informationen aus Münster. Am 17. August, ab 9.30 Uhr, werden dann zunächst die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange behandelt, nachmittags ab 14 Uhr die Stellungnahmen anerkannter Umweltvereinigungen.

Am 18. und 19. August werden ab 9 Uhr die privaten Einwendungen erörtert. Rhader Bürger haben ihre Bedenken vorgetragen, insbesondere Anlieger der Siedlung Am Stuvenberg. Aber auch Landwirte und Waldbesitzer haben Kritik geäußert.

Am 20. August werden ab 9 Uhr die Einwendungen nach Themenschwerpunkten erörtert. Im Mittelpunkt stehen die Umweltverträglichkeit des Projekts und die Rechte und Belange betroffener Bürgerinnen und Bürger.

Zu dem Termin ist nur ein bestimmter Kreis zugelassen

Der Termin ist nicht öffentlich. Teilnahmeberechtigt sind die Träger öffentlicher Belange, Betroffene und Beteiligte, die zum Verfahren Stellung genommen haben. Medienvertreter können zum Termin zugelassen werden, wenn keiner der Anwesenden Einwände hat.

Ab 6. Juli können Betroffene alle relevanten Vorinformationen aus dem Internet über die Seite der Bezirksregierung Münster entnehmen.

Sicherheitsvorkehrungen wegen Corona

Zur Sicherstellung eines geordneten Verfahrensablaufs wurden für den Erörterungstermin Sicherheitsvorkehrungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie getroffen, lautet ein Hinweis der Bezirksregierung. „Diese geplanten Maßnahmen können im Bedarfsfall modifiziert und an die tatsächlich vorherrschende Situation angepasst werden.“

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