Offensive fürs Stadtmarketing geplant

Neue Ideen

Seit einem Jahr „gehört“ die Stadtinfo an der Recklinghäuser Straße wieder zur Stadtverwaltung. Für das Jahr 2017 kündigt Bürgermeister Tobias Stockhoff eine Offensive im Bereich „Stadtmarketing“ an.

DORSTEN

, 03.01.2017, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Offensive fürs Stadtmarketing geplant

Während auf dem Platz der Deutschen Einheit am Freitagabend (5.6.) rund 1000 Fans mit Nils Mechlinski aus Rhade alias "DJ Lockvogel" feierten, gab es auf dem Marktplatz Härteres von der Band "Mottek" auf die Ohren. Nils Mechlinski lockte das Publikum aus der Reserve. (Foto: Ralf Pieper)

Stockhoff hält in Zukunft Kooperationen für denkbar – mit Kaufmannschaften und dem Unternehmerverein „Sag Ja zu Dorsten“ zum Beispiel, aber auch mit einem Stadtmarketing-Verein, dessen Gründung er „noch in diesem Jahr“ für denkbar hält. „Auf mich sind verschiedene Gruppen zugekommen, die sich einbringen möchten, aber wir haben uns auch in anderen Städten schlaugemacht.“ Es gebe drei Modelle, um Stadtmarketing zu forcieren:

  • eine städtische Gesellschaft, gegebenenfalls mit einer externen Beteiligung,
  • ein Stadt- oder Gemeindemarketing-Verein, wie ihn beispielsweise Raesfeld hat,
  • ein städtisches Amt oder eine Stadtagentur, die es seit Jahren in der Nachbarstadt Haltern am See gibt.

Der Bürgermeister hält „eine Mischung aus Stadtagentur und Stadtmarketing-Verein mit einem beratenen Beirat“ in Dorsten für die sinnvollste Variante. Auch Medienpartnerschaften seien denkbar, „aber eine Kooperation mit nur einer Agentur oder einem Unternehmen wird aus meiner Sicht nicht funktionieren“. Stockhoff hofft, dass das Konzept bis Ende des Jahres steht. „Wir werden dann sicherlich Geld in die Hand nehmen müssen, aber das wird sich auszahlen.“

Mehr als Feste feiern

Größere Veranstaltungen wie das Altstadtfest, sicherlich ein Stadtmarketing-Instrument, könnten aber auch künftig von der Kaufmannschaft bzw. einer beauftragten Agentur organisiert werden. Stockhoff kann sich vorstellen, künftig wegen der Mehreinnahmen durch die beschlossene Erhöhung der Sondernutzungsgebühr einen Zuschuss für die Organisation von Veranstaltungen und Festivitäten zu geben. Und das gelte nicht nur für die Innenstadt.

Mehr als reines Veranstaltungsmanagement

Stadtmarketing sei aus seiner Sicht allerdings mehr als reines Veranstaltungsmanagement. „Es geht auch um die Fragen: Wie kann Dorsten attraktiv für Unternehmen werden und wie attraktiv ist unsere Stadt für Familien?“, glaubt der Bürgermeister. Neben den lokalen Banken ist aus Sicht des Bürgermeisters auch der Naturpark Hohe Mark „ein ganz wichtiger Partner. Das wird sich sicherlich noch intensivieren“. Der Begriff „Naturpark“ sei positiv belegt, außerdem sei „die touristische Förderung im Dorstener Norden in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen“. 

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