Nutzer geben gute Noten für die Stadtbibliothek

Umfrage

Der typische Nutzer der Dorstener Stadtbibliothek ist weiblich: Drei Viertel derjenigen, die sich Medien ausleihen, sind Frauen. Bei der Altersverteilung sind die 46- bis 60-Jährigen am stärksten vertreten. Gemein ist allen, dass sie mit dem Angebot sehr zufrieden sind.

Dorsten

, 14.07.2016, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über den Daumen gepeilt geben die Nutzer der Bibliothek zu mehr als 80 Prozent gute oder sehr gute Noten. Dieses Ergebnis ihrer Nutzerumfrage vor wenigen Wochen (wir berichteten) präsentierte Bibliotheks-Leiterin Birgitt Hülsken jetzt in der Sitzung des Kulturausschusses. 558 Rückmeldungen hatte es gegeben, davon 448 online. „Ein sehr positives Ergebnis“, befand Bürgermeister Tobias Stockhoff und verglich die Werte mit denen der „Vorzeige-Büchereien“ vergleichbarer Städte in der Region. „In Gladbeck und Herten wird viel mehr Geld in die Ausstattung gesteckt, und dennoch wird in Dorsten die Einrichtung genauso gut von den Bürgern angenommen.“

Nicht ausruhen

Die Bibliothek will auch mithilfe dieser Umfrage die Einrichtung für die Zukunft rüsten. Deswegen ruhte sich Birgitt Hülsken bei der Vorstellung der Zahlen nicht auf den Lorbeeren aus. Sondern zielte auf die Bereiche ab, wo ihr Haus nicht so gut abschnitt. So ist bei der Aufenthaltsqualität noch Luft nach oben, um die Verweildauer der Nutzer zu erhöhen. „Wer bei uns lernen oder das Internet nutzen will, kann dies nicht in Ruhe tun“, erläuterte sie. „Wir haben zwar üppig Platz, aber den könnte man besser strukturieren.“ Das Mobiliar sei in die Jahre gekommen, das Angebot der e-Ausleihe in Zusammenarbeit mit anderen Büchereien im Kreis könnte verbessert werden. Besonders freute sie sich darüber, dass die „Kunden“ insbesondere die Freundlichkeit und das Fachwissen des Personals heraushoben.

Beratungsfirma

Birgitt Hülsken wies darauf hin, dass in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) ansteht. Da wird es darum gehen, eine externe Beratungsfirma zu finden, die auf Kosten der GPA ein Gutachten zur Optimierung der Bibliothek stellt. Thema dürfte darin auch sein, ob man wie gehabt in Bücher investiert oder die digitalen Bereiche stärkt. Kulturbüro-Leiterin Sabine Podlaha stellte in der Sitzung klar: „Wenn man die Bibliothek in Richtung Kompetenzzentrum für Informationsbeschaffung entwickeln will, muss man sie auch mit einem Technik-Budget ausstatten.“ 

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